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Dune - Der Wüstenplanet

autor

Herbert, Frank

gesamtwertung: 5/5

verlag

Heyne

jahr

2002

1 bewertung

isbn

3453185676

2902 x gelesen

genre

Fantasy & Science Fiction

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Jetzt selbst kommentieren geschrieben am: 17.07.2006 von Cheng

Eine mittelalterliche Gesellschaftsverfassung (Kaiser und Fürstenhäuser) in ferner Zukunft; eine Gilde, deren Mitglieder Raumschiffe durch seherische Fähigkeiten navigieren können und die dadurch ein Monopol auf den Raumtransport hat; die Bene Gesserit, eine obskure Schwesternschaft, die durch genetische Programme den Kwisatz Haderach züchten will, eine Art Übermensch, der fähig ist, die Dimensionen von Zeit und Raum zu überwinden; Mentaten mit logischen und rechnerischen Fähigkeiten, die nach der Revolution gegen alle maschinellen Denkmaschinen, Computer und Roboter deren Aufgaben übernommen haben – das sind die Machtgruppen, die das Geschehen in Frank Herberts legendärem Science-Fiction-Roman „Dune – Der Wüstenplanet“ zu lenken versuchen.

Im Zentrum steht Arrakis, ein lebensfeindlicher Wüstenplanet, die einzige Welt des bekannten Universums, auf der das geheimnisvolle Gewürz anzufinden ist, eine Droge, die seherische Fähigkeiten verleihen kann und damit die Raumfahrt ermöglicht. Das Haus Atreides unter dem Herzog Leto Atreides bekommt den Planeten vom Imperator als Lehen verliehen, was sich aber letztendlich als Falle der Erzfeinde der Atreides, des Hauses Harkonnen, erweist. Durch Verrat werden die Armeen der Atreides vernichtend geschlagen, der Herzog fällt dem Angriff zum Opfer, nur seine Konkubine Jessica, eine Bene Gesserit, und ihr gemeinsamer Sohn Paul können in die Wüste fliehen.

Dort finden sie Unterschlupf bei den Fremen, einem geheimnisvollen Wüstenvolk, das den Lisan al-Gaib, einen Propheten von außerhalb, erwartet. Paul, durch die Ausbildung durch seine Mutter mit außergewöhnlichen Fähigkeiten ausgestattet, erkämpft sich Respekt unter den Fremen und führt sie in den Kampf gegen die Harkonnens. Dabei kämpft er gleichzeitig gegen seine eigenen Visionen – eine düstere Zukunft, in der in seinem Namen ein Djihad stattfindet, wie ihn die Geschichte noch nicht erlebt hat. Ist er tatsächlich der erwartete Prophet der Fremen, und gleichzeitig auch der Kwisatz Haderach, der die Machtkonstellation im Universum komplett auf den Kopf stellen könnte?

„Dune“ ist der Auftakt eines sechsteiligen Epos, ein geplantes siebtes Buch konnte Herbert leider nicht mehr vollenden. Ein Zitat auf dem Umschlag meiner Ausgabe des Buches vergleicht Herberts Buch vom Detailreichtum und epischer Breite mit Tolkiens „Herr der Ringe“. Nach der Lektüre kann ich nur sagen: Das stimmt. Eindringlich erzählt, mit einer beeindruckenden Charakterisierung der Figuren, zieht „Dune“ den Leser förmlich hinein in dieses ferne Zukunftsbild. Wer nach den obigen Ausführungen nun befürchtet, sich mit weitschweifigen Erläuterungen plagen zu müssen, den kann ich beruhigen: Was mich am meisten fasziniert hat ist die Art, wie Herbert die Phantasie des Lesers anregt, in dem er das komplexe Beziehungsgeflecht seines Universums stellenweise und mit nur wenigen Worten andeutet. Deshalb von mit eine unbedingte Leseempfehlung.

Ich selbst habe mir nach dem ersten Buch die Folgebände beschafft, kann das Buch aber auch denen empfehlen, die vielleicht sonst der Science-Fiction-Literatur eher skeptisch gegenüberstehen und vielleicht nur mal einen „Ausflug“ in dieses Genre wagen wollen. Es schildert einen in sich abgeschlossenen Abschnitt des Geschehens in der fernen Zukunft und kann insofern auch als Einzelwerk gelesen werden.


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