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In dem Moment, in dem Jimmy Tock das Licht der Welt erblickt, macht sein sterbender Großvater eine schwerwiegende Prophezeiung. Nicht nur kann er das Gewicht und Aussehen des Jungen vorhersagen, er warnt zudem vor fünf folgenschweren Tagen in Jimmys Leben. Was genau passieren soll an diesen Tagen, verrät der Großvater jedoch nicht, und so muss sich Jimmy samt Family für das Allerschlimmste rüsten. Und wirklich - bereits der erste dieser Tage ist für Jimmy die Hölle auf Erden! Der Roman "Trauma" von Dean R. Koontz wirkte auf mich zu Beginn sehr seltsam. Ich erinnere mich als Teenager einige Koontz-Bücher gelesen zu haben, und so hatte ich eine vage Erinnerung an den Namen und dass er vor allem mit Horrorbüchern in Verbindung stand. Umso verwunderter war ich, als ich feststellen musste, mit wieviel Wortwitz die Geschichte erzählt wird. Ständig werden Gassenhauer und Schoten gerissen, einige davon haben mich sogar zum Lachen gebracht. Auch die Personen sind eher komischer Natur: bereits der Familienname Tock macht Programm. Der Vater ist Bäcker, und so leben alle Familienmitglieder nach Bäckerzeit. Man steht abends auf und geht nach dem Frühstück schlafen. Großmutter Rowena ist besonders makaberer Natur und verbringt ihre Zeit am liebsten damit, seltsame Insekten auf Kissenbezüge zu sticken. Und das Lebensmotto der Familie - wie sollte es anders sein? "There is always cake", wobei "cake" ersetzt werden kann durch das Wort "Hoffnung". Später jedoch ändert sich die Dynamik beziehungsweise der Ton und er wird weitaus spannender und gruseliger. Ein irrer Clown ist los, und er bedroht Jimmys Leben. Ausgerechnet an den prophezeiten fünf Tagen scheint es besonders kritisch zu werden, und man ahnt als Leser, dass trotz exzellenter Vorbereitung das Unglück nicht abwendbar ist. "Trauma" (welch aussageloser Titel, der englische Originaltitel ist übrigens "Life Expectancy" - "Lebenserwartung", was meiner Meinung nach wie die Faust aufs Auge trifft) ist demnach eine Mischung aus Skurrilität und Grusel, ein wenig zu weit an der Realität vorbegeschrabt, um glaubwürdig zu sein, aber dennoch ausgezeichnet und mit viel Tiefe erzählt. Ich fand das Buch witzig, interessant und an manchen Stellen erstaunlich gruselig. Ich kann aber keinen Vergleich ziehen zu anderen Büchern Koontz, was ich an dieser Stelle lieber anderen überlasse. Weitere Rezensionen finden Sie bei Amazon. | |||||||
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