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Am kürzeren Ende der Sonnenallee

autor

Brussig, Thomas

gesamtwertung: 2/5

verlag

Fischer Tb

jahr

2001

1 bewertung

isbn

3596148472

3295 x gelesen

genre

Junge Autoren

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Jetzt selbst kommentieren geschrieben am: 08.01.2007 von LeseratteADMIN

Micha lebt am kürzeren Ende der Sonnenallee, und die befindet sich bedauerlicherweise in der DDR. Doch dass man dieses Schicksal auch komisch betrachten kann, beweist Autor Thomas Brussig, der weiß, dass Erinnerungen nicht immer schlecht sein müssen, und dass das Glück auch aus Nostalgie geboren wird.

Michas Jugendtraum ist Miriam, die aber lieber mit Wessis rumknutscht und unerreichbar scheint. Als dann aber doch eines Tages ein Liebesbrief in Michas Briefkasten auftaucht, scheint das Glück beinah perfekt - bis eine plötzliche Windbö den Wisch ungelesen in die Todeszone flattern lässt. Nun wird Micha nie erfahren, ob der Brief von seiner Angebeteten stammt...

Drumherum gibt es da dann noch allerhand skurrile Gestalten, die auf ihre Weise mit dem Zonenleben klarzukommen versuchen. Da wäre zum Beispiel die Mutter, die äußerlich die perfekte Anpassung versucht, der Wessi-Onkel, der immer Dinge für die lieben Verwandten schmuggelt, die er auch legal über die Grenze hätte bekommen können, oder auch Michas Freunde, die sich für illegale Westmusik interessieren, und alles dafür tun, eine Platte der Rolling Stones auf dem Schwarzmarkt zu erstehen. Und wenn es der Bande zu langweilig wird, dann spielen sie vorbeifahrenden Wessi-Bustouristen hungernde DDR-Kinder vor.

Inwiefern dies eine authentische Darstellung des Lebens in der DDR ist, muss ich als Ex-Wessi mal dahingestellt lassen. Aber Fakt ist, dass Brussig eine herrlich lockere Schreibe hat und dass beinah auf jeder Seite eine witzige Pointe zu finden ist. Ich fand das Buch daher angenehm kurzweilig und lustig - ohne zu abgedreht oder gar peinlich zu werden, was bei so vielen Büchern dieser Art passiert. Auf jeden Fall empfehlenswert.


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