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Jetzt bist du dran!

autor

Zöller, Elisabeth (weitere bücher dieses autors)

gesamtwertung: 2/5

verlag

Loewe Verlag

jahr

2005

1 bewertung

isbn

3785555326

1971 x gelesen

genre

Kinder- und Jugendbücher

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Jetzt selbst kommentieren geschrieben am: 28.07.2006 von Martina Meier

Immer mehr Kinder erleben Gewalt in der Schule. In das Bewusstsein der Öffentlichkeit drängt diese Tatsache meistens nur dann, wenn wieder einmal ein ganz spektakulärer Fall in den Medien diskutiert wird. Dann horcht man auf. Vielfach aber geschieht diese Gewalt im Verborgenen, ist für manches Kind tägliches Leid. Sich gegen dieses Leid zu stellen, hat sich die Autorin Elisabeth Zöller zum Ziel gesetzt. Mit ihren „Geschichten gegen Gewalt“ will sie Wege aufzeigen, wie man diesem zerstörerischen Kreislauf entrinnen und wieder ein ganz normales Leben führen kann – ohne Schläge und Drangsalierungen von Mitschülern und Klassenkameraden.

„Jetzt bist du dran!“ heißt eines ihrer Bücher gegen Gewalt, das im Loewe-Verlag erschienen ist. In sechs kurzen Geschichten erzählt die Autorin, die heute mit ihrer Familie in Münster lebt, von Kindern, die von Gleichaltrigen gehänselt und geärgert, die geschlagen, getreten und geschubst werden. Zuerst wissen die Kinder nicht, wie sie den Situationen entfliehen sollen. Sie benötigen Hilfe. Sogar dringend.

Während die einen Hilfe durch Lehrer und Freunde erfahren, versuchen sich andere auf ihre eigenen Stärken zu besinnen und sich selbst aus der unangenehmen Situation zu befreien, beispielsweise wie Felix, der wahre detektivische Fähigkeiten entwickelt, um der gemeinen Nicola auf die Schliche zu kommen. Manchmal sind die Wege ungewöhnlich, wie bei der dicken Dina, die eigentlich eine ganz dünne Haut und bislang ihre Wut immer nur „runtergeschluckt“ hat. Immer aber wird deutlich, dass man irgendwann laut „Stopp“ rufen muss, um sich gegen die, die ärgern und quälen zu wehren.

Elisabeth Zöller hat ihren sechs Geschichten noch ein „Wörterbuch der wirklich Starken“ nachgestellt. Hier werden Begriffe erläutert wie „stark“ und „scheinstark“ und was sie für die einzelnen Gruppen bedeuten können. Ebenso zweideutig wie einige der im „Wörterbuch“ aufgeführten Begriffe ist auch der Titel dieses Buches „Jetzt bist du dran!“. Zum einen beinhaltet der Satz eine Drohung: „Jetzt machen wir dich fertig“. Zum anderen kann man aber – ganz nach der Intention der Autorin – ihn als Aufforderung verstehen: Jetzt bist du dran etwas zu verändern! Eine Wortspielerei, über die man durchaus im Klassenverband auch einmal diskutieren kann.

Zum anderen wird in diesem „Wörterbuch der wirklich Starken“ noch einmal kurz und prägnant aufgezeigt, dass man einfach laut schreien und Hilfe herbei holen muss – und dass dieses beim besten Willen nichts mit Petzen zu tun hat! Denn solche Begriffe werden vor allen Dingen von jenen gebraucht, die ärgern und gewalttätig sind. Schließlich wollen sie ja nicht, dass jemand redet, denn dann würde ihr eigenes Fehlverhalten ja aufgedeckt!

In einem Nachwort für Eltern und Lehrer zeigt die Autorin gemeinsam mit einer Ärztin und einem Sozialpädagogen noch einmal auf, wie wichtig es ist, Kinder stark zu machen und sie auf dem Weg in eine gewaltfreie Zukunft zu begleiten.

Das Buch ist bereits für Grundschulkinder geeignet. Vielleicht sogar als Klassenlektüre in Gemeinschaften, in denen es bereits zu Übergriffen gegenüber Mitschülern gekommen ist. Denn je früher man beginnt, gegen Gewalt zu arbeiten, desto besser ist es für alle – für „Ärgerer“ ebenso wie für diejenigen, die geärgert und gehänselt werden.


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