Zurück zur Homepage

Die Geschichte der Lucy Gault

autor

Trevor, William

gesamtwertung: 2/5

verlag

Dtv

jahr

2006

1 bewertung

isbn

3423134720

2055 x gelesen

genre

Drama

kommentare (0)

Jetzt selbst kommentieren geschrieben am: 15.07.2006 von Claudine

Die melancholisch - tragische Geschichte der Lucy Gault ist im Stile guter englischer Erzähltradition geschrieben.

Zunächst führt uns die Geschichte in das von Spannungen zerrissene Irland schon im Jahre 1921.

Das Ehepaar Gault, Everard und Heloise, wollen ihr Land mit ihrer neunjährigen Tochter Lucy verlassen, da sich unglaubliche Attacken und Anschläge auf ihr Gut wiederholen. Die protestantischen Eltern halten im katholisch geprägten Irland diesem Druck nicht mehr stand. Lucy weint, trauert und reißt zuletzt aus, weil sie nicht weg will aus der Geborgenheit ihrer irischen Heimat. Ihr tragisches Geschick erfüllt sich, als sie vermeintlich im Meer ertrunken ist und ihre Eltern schließlich ohne sie das Land verlassen. Für das Ehepaar beginnt eine lange und schmerzliche Irrfahrt durch europäische Länder. Sie lassen sich zuletzt in Italien nieder. Dass ihre Tochter lebt, erfahren sie nicht und für die Mitglieder des ehemaligen Hausstandes sind sie nicht mehr erreichbar.

Lucy wächst nun, nachdem sie verletzt aufgefunden wurde, bei zwei verbliebenen Hausangestellten auf dem Gut ihrer Eltern auf.

Es ist ein langes und entsagungsvolles Leben, dass voller Schuldgefühle ist, weil sie ihre Eltern in den Schmerz und die

Verzweiflung getrieben hat. Ihr Leben bleibt für immer unerfüllt.

Ich habe das Buch dennoch gerne gelesen. Es vermittelt eindrucksvoll, wie die Stimmung in Irland mit den entzweiten Religionen ist und berichtet über das Misstrauen, den Argwohn und die Feindseligkeit, mit denen die Religionsfehden ausgetragen werden.

Trevor hat ein feines Gespür für die irische Mentalität. Es ist die stoische Duldsamkeit und die bescheidene Lebensart der irischen Landsleute, dazu eine tiefe Naturverbundenheit, von der hier berichtet wird. Die Erzählung wird in einem ruhigen, von verhaltener Spannung getragenen Ton vorgetragen.


Weitere Rezensionen finden Sie bei Amazon.


hier klicken, um dieses buch selbst zu rezensieren!

weitere rezensionen suchen buch ebenfalls rezensieren

Stadtgeschichten

Geschrieben am: 27.03.2003

Rezensent: serian

Armistead Maupin schreibt für den "san francisco cronicle" kurzgeschichten, die vom rororo verlag in sechs bänden erschienen sind.

"stadtgeschichten zählen schon seit einigen jahren zu meinen lieblingsbüchern. nicht zuletzt weil leichte lektüre ist, die sich auch prima als "klolektüre" eign ... » weiterlesen.

kommentare (0)

weitere zufallsrezensionen

Die Narben der Hölle

Geschrieben am: 03.09.2012

Rezensent: Rabea Tabken

Da der Autor früher selbst Bundeswehroffizier war, und ich eigentlich an Kriegsromanen nicht sonderlich interessiert bin, habe ich mir das Buch nur besorgt, weil ich in der Zeitung einen ausführlichen Bericht über den Autor und dieses Buch gelesen habe. Und tatsächlich ist es kein Soldaten- oder Kri ... » weiterlesen.

kommentare (1)

weitere beliebte rezensionen

Allerheiligen

Geschrieben am: 24.05.2013

Rezensent: Everett

Ein Verbrecher, Geiselnehmer zieht seine Spur über München nach Landshut, und hat im Schlepptau zwei Ermittler der extra gegründeten Soko. Der Leiter macht klar, dass sich die Landshuter Polizei aus diesem, seinem, Fall raushalten soll. Das ist schon gar nichts für den Landshuter Kommissar Peter Ber ... » weiterlesen.

kommentare (0)

weitere neue rezensionen