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Die Hüter der Rose

autor

Gablé, Rebecca (weitere bücher dieses autors)

gesamtwertung: 1.5/5

verlag

Ehrenwirth

jahr

2005

1 bewertung

isbn

343103635X

2668 x gelesen

genre

Historische Romane

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Jetzt selbst kommentieren geschrieben am: 31.10.2005 von LeseratteADMIN

Tja, mit Rebecca Gablé ist das so eine Sache... Ihr erster Historienroman, "Das Lächeln der Fortuna", ist für mich der zweitbeste Mittelalterroman gleich nach Noah Gordons "Der Medicus". In der Tat reicht die betörende Wirkung dieses Romans so weit, dass ich jetzt auch das fünfte Mittelalter-Buch der Autorin erstanden und verschlungen habe - und dabei achte ich noch nicht einmal auf den Geldbeutel und erstehe gleich die Hardcover-Erstausgabe.

Nur leider ist es wiederum auch so, dass keines der Nachfolger auch nur annähernd den Spirit von "Das Lächeln der Fortuna" erreichen konnte. Sicher, ich liebe Gablés Figuren und Dialoge, eben insgesamt ihre Art eine Geschichte zu erzählen - aber es fehlt bei allen Nachfolgern ganz einfach dieses gewisse Etwas: vielleicht ist es die zum Verlieben sympathische Hauptfigur Robin of Waringham, vielleicht das gemeinschaftliche Ziehen an einem Strang, unabhängig von Stand und Alter, vielleicht die Tatsache, dass die Hauptfigur quasi mit Nichts anfängt und sich seine Ehre und seinen Reichtum geschickt zurückholt - dieses Kribbeln, dass man beim Lesen der Geschichte erfährt, bleibt leider in allen anderen Büchern unerreicht.

Und doch ist "Der Hüter der Rose" nicht grundweg schlecht, nur eben nicht so verzaubernd wie der Vorgänger. Dieses Buch schließt direkt an "Das Lächeln der Fortuna" an. Robin of Waringham ist ein alter Mann, seine Söhne übernehmen das Ruder, und ein jeder wählt seinen eigenen Lebensweg. Dies alles vor dem Hintergrund des 100jährigen Krieges zwischen England und Frankreich. Leider fehlt es der Geschichte rund um die Hauptperson John of Waringham, Robins Sohn, ein wenig an Biss; dafür lernt der Leser aber wieder einmal eine Menge über die englisch-französische Geschichte, und auch die berühmte Jungfrau von Orléans bleibt nicht unerwähnt.

Fazit: Die Lebensgeschichte Johns ist nicht wirklich mitreißend und spektakulär, Gablés Schreibe und Figurencharakterisierung entschädigen jedoch für diese inhaltliche Leere ausreichend (Bis auch die wiederkehrenden Sprachhülsen, die für sich genommen wirksam sind, geballt angewendet jedoch ihre Wirkung verlieren, wie zum Beispiel "weißt du" oder "seit so gut", aber das nur nebenbei). Wer jedoch einen WIRKLICH guten Historienroman lesen will, der sollte lieber zum Original greifen. Frau Gablé, ich werde trotz allem natürlich auch Ihr sechstes Mittelalterbuch kaufen, versprochen!


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