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Mein Gott, Wanda

autor

Herwig, Ulrike (weitere bücher dieses autors)

gesamtwertung: 2/5

verlag

Marion von Schröder

jahr

2012

1 bewertung

isbn

3547711843

1863 x gelesen

genre

Belletristik

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Jetzt selbst kommentieren geschrieben am: 03.08.2012 von KimVi

Wanda hat ihren Teeladen verkauft und sich damit selbst ins Renterdasein befördert. Doch die freie Zeit, die sie sich vorher herbeigesehnt hat, lässt sich gar nicht so einfach ausfüllen. Als absolutes Morgen-Highlight kann Wanda lediglich den Besuch eines Dackels, der ihr dabei regelmässig einen Haufen in den Vorgarten setzt, vorweisen. Und die Ratschläge, die sie dem neuen Eigentümer des Teeladens bei ihren täglichen Besuchen mit auf den Weg gibt, scheinen bei diesem auch keinen großen Anklang zu finden. Aus lauter Verzweiflung lässt sich Wanda von ihrer Freundin Biggi zu einem Salsa-Kurs überreden. Doch auch diese Freizeitaktivität kann die frustrierte Neu-Rentnerin nicht aus ihrem schwarzen Loch reißen. Als Wanda einen alten Bekannten trifft, der gemeinsam mit ihr eine Australienreise machen möchte, scheint ihr Leben endlich eine aufregende Wendung zu nehmen. Doch ausgerechnet jetzt, wird sie von ihrem Sohn Stefan an ihre Mutterpflichten erinnert. Denn Stefan liegt nach einem Snowboard-Unfall im Krankenhaus und benötigt dringend jemanden, der seinen Fitnessklub weiterführt. Es wäre doch gelacht, wenn Wanda das nicht hinkriegen könnte, denn so groß kann der Unterschied zwischen einem Teeladen und einem Fitnessklub ja nicht sein....

|| Meine Meinung ||

Wandas Geschichte ist in der Erzählperspektive geschrieben und in einzelne Kapitel unterteilt. Diese haben zum Teil sehr humorvolle Überschriften, die zum entsprechenden Leseabschnitt passen und schon mal auf den folgenden Inhalt einstimmen. Der Einstieg ins Geschehen gelingt mühelos, da Wanda eine sehr sympathische Frau ist. Sie kann auch mal über sich selbst lachen und deshalb macht es einfach Spaß, sie bei ihren Bemühungen zu beobachten, sich in ihrem neuen Rentnerdasein zurechtzufinden. Zur Höchstform läuft Wanda allerdings auf, als sie versucht, das marode Fitnessstudio ihres Sohnes vor dem finanziellen Ruin zu retten. Da Wanda keinerlei Erfahrung im Umgang mit Proteinriegeln, Powershakes, Crosstrainern, Fitnessgeräten oder muskelbepackten Männern hat, kommt es zu einigen kuriosen Situationen, die beim Lesen dafür sorgen, dass man unwillkürlich schmunzeln muss. Doch auch die anderen Charaktere wirken lebendig und sorgen dafür, dass keine Langeweile aufkommt.

Der Schreibstil von Ulrike Herwig ist locker und humorvoll. Das Buch lässt sich dadurch sehr flüssig und angenehm lesen. Man fliegt förmlich über die Seiten und kann es dabei kaum erwarten, mehr von Wandas Erlebnissen zu erfahren. Hinter Wandas Geschichte steckt allerdings noch viel mehr, als eine bloße Aneinanderreihung kurioser Begebenheiten, denn ganz nebenbei zeigt die alte Dame, wie leicht es sein kann Alt und Jung gemeinsam für etwas zu begeistern.

Wer auf der Suche nach einer lockeren Urlaubslektüre ist, der sollte gemeinsam mit Wanda einen Abstecher in die Welt der Fitnessklubs machen. Mir hat dieser Ausflug sehr gut gefallen und deshalb empfehle ich diese humorvolle Lektüre gerne weiter.


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