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Die Fackeln der Freiheit: Ein Lord-John-Roman

autor

Gabaldon, Diana (weitere bücher dieses autors)

gesamtwertung: 1.5/5

verlag

Blanvalet

jahr

2012

1 bewertung

isbn

3764501774

624 x gelesen

genre

Historische Romane

kommentare (0)

Jetzt selbst kommentieren geschrieben am: 31.07.2012 von Michael Lehmann-Pape

Lord John zum Dritten

„Er liebte dieses Gefühl der Einsamkeit, wenn nur er alleine wach war, Herr über die schlafende Welt. Nicht ganz der Herr der schlafenden Welt. Ein kurzer, scharfer Aufschrei durchschnitt die Dunkelheit“.

Ein Schrei von Jamie Fraser, der wieder einmal unter seinen wiederkehrenden Albträumen leidet. Ein innerer Kampf, bei dem Lord John Grey seinem (vielleicht) neuen, alten Freund nicht wirklich hilfreich zur Seite stehen kann und doch trägt diese sich vertiefende Beziehung für beide, auch für Jamie Fraser, Gutes und Wichtiges in sich. Späterhin. Denn zunächst wäre Lord Grey sicherlich gerade in Bezug auf Jamie doch gern alleine „Herr der schlafenden Welt“ geblieben. Zuviel trennendes steht zwischen den Freunden von ehedem.

Neben der Highland Saga sind es die Lord John Romane, die für Diana Gabaldon hohe Verkaufszahlen und damit großen Erfolg mit sich brachten. In ihrem neusten Werk schließen sich die ehemaligen Freunde John Gray und Jamie Fraser notgedrungen wieder zusammen. Der Lord und der Rebell, die ansonsten über Jahre nicht mehr viel gemeinsam hatten, an verschiedenen Polen ihrer Zeit standen. Doch im Kampf gegen ein politische Intrige jakobitischer Verschwörer ist es nun einmal Jamie Fraser, welcher der Schlüssel zum Erfolg sein könnte.

Eine Geschichte, in die Diana Gabaldon vieles an Hintergründen aus der Geschichte der Männer und der Zeit der Mitte des 18. Jahrhunderts einfließen lässt und so ihren Lord-John-Kosmos noch einmal deutlich vertieft. Eine der Stärken der Autorin ist es, historische Rahmungen durch ihre Figuren bildreich lebendig werden zu lassen und ein gutes Stück der Atmosphäre jener Zeit zu vergegenwärtigen. Sicherlich auch durch stereotype Überhöhungen, denn trotz des ein oder anderen Bruchs und inneren Schattens ist ihr Lord John ein Gentlemen und Ehrenmann erster Güte, der in seinem Werten nie wirklich ins Schwanken gerät. Zu gut letztlich, um als real gezeichnete Person durchzugehen. Dennoch aber im Rahmen der unterhaltsamen Abenteuergeschichte durchaus in der Lage, die Geschichte zu tragen.

Je aus der Perspektive von John Gray und Jamie Fraser erzählt Gabaldon diese Geschichte von Intrige, Verrat, Gefahr und zerbrochener Liebe mit ihren auch persönlich dramatischen Elementen. Eine zweifache Perspektive, die dem Roman durchaus gut tut, denn Jamie Fraser bildet doch ein eigenes Gewicht in der Geschichte du sorgt so für eine durchaus anregende Abwechslung. Auch wenn er im Gesamten kein wirkliches Gegengewicht zu Lord John darstellt, sondern durchaus auch in seiner persönlichen Struktur ähnlich angelegt ist.

In stets flüssiger, eher einfacher, bildreicher Sprache, bringt Diana Gabaldon ihre Geschichte voran, legt durchaus wert auf eine stimmige Verschwörungsgeschichte mitsamt deren Aufklärung durch die Protagonisten, setzt aber doch in den eigentlichen Mittelpunkt des Buches die handelnden Personen in ihrer persönlichen Geschichte einerseits und in der Entwicklung ihrer Beziehungen untereinander andererseits.

Im Gesamten ein solider, historischer Unterhaltungsroman mit lebendig geschildertem Zeitkolorit und zwar stereotypen Figuren, die durchaus aber ihre ganz eigene Geschichte mit sich bringen und im Lauf der Seiten weiter entfalten.


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