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Long Reach: Ein Eddie Savage Thriller

autor

Cocks, Peter

gesamtwertung: 2/5

verlag

dtv

jahr

2012

1 bewertung

isbn

3423249323

634 x gelesen

genre

Thriller

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Jetzt selbst kommentieren geschrieben am: 04.06.2012 von Michael Lehmann-Pape

Solider Jugendthriller

„Wir haben ihn am Ufer bei Long Reach gefunden, mit dem Gesicht nach unten im Schlamm“.

Er, das ist Steve, Eddies Bruder. Selbstmord, das ist der Befund des Gerichtsmediziners und Eddies Welt gerät aus den Fugen. Nur er und seine Mutter sind nun noch übrig.

„Wie hatte er mir das antun können, mir und Mum“?

Aber wenig ist, wie es scheint, denn es stellt sich heraus, dass Steve beileibe nicht nur Bruder war, sondern auch Undercover Agent de MI5. Steves Vorgesetzter und väterlicher Freund macht Eddie nun einen Vorschlag. Dass Eddie in Steves Fußstapfen treten könnte. Eddie überlegt nicht lange. Die Schule hat ihn seit längerem nur mehr am Rande interessiert und um hinter das Geheimnis des Todes seines Bruders zu kommen, was könnte da geeigneter sein, als Teil des Geheimdienstes zu werden?

Eine neue Identität, eine neue Wohnung, ein intensiver Trainingskurs, schon bald geht Eddie ganz auf in seine neue Tätigkeit, schließt sich mit anderen zusammen, nähert sich einer attraktiven Mitagentin und erhält seinen ersten Auftrag. Der ihn nicht nur persönlich in eine gefährliche Situation bringen wird, sondern ihn durchaus auch näher an Erkenntnisse über den vermeintlichen Selbstmord seines Bruders Steve. Aber auch näher heran an eine gefährliche Schaltstelle der Unterwelt Englands.

Solide und durchaus gründlich baut Peter Cocks seinen Thriller für Jugendliche auf. Von gewählten Sprache (nicht übermäßig als Jargon gestaltet aber durchaus leger-jugendlich im der Ton) über die ausführliche Vorstellung seiner Hauptfigur mitsamt familiärem Hintergrund bis hin zu der sich langsam, aber stetig steigernden Spannung im Buch folgt Cocks einer erkennbaren Linie im Aufbau und Ablauf der Geschichte.

Auch wenn es wenig realistisch wirkt, wie schnell und „einfach so“ ein 17jähriges „unbeschriebenes Blatt“ innerhalb weniger Tage als Mitarbeiter eines Geheimdienstes angeworben, trainiert und mit einem Auftrag versehen wird, nimmt man diese Wendung der Geschichte hin, ergibt sich der Rest des Thrillers in durchaus logischer und aufeinander aufbauender Entwicklung.

In recht einfacher Sprache, manchmal zu simpler Bildsprache und durchaus hier und da zu stereotypen Charakteren ist der gesamte Thriller für erwachsene Leser ein stück weit zu einfach gehalten. Das hautpsächlich angesprochene Alter aber kann den Ereignissen durchaus gut folgen und wird anregend unterhalten. Ebenso gelingt die Identifikation mit der Hauptfigur schnell und gut.

Alles in allem ein solider Thriller für die Zielgruppe jugendlicher Leser mit Hand und Fuß.


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