| Gesamtwertung: ![]() ![]() 1 Bewertung 1970 mal gelesen |
Eine Warnung vorweg: Es handelt sich bei "Diabolus" nicht um das "neue" Buch von Dan Brown sondern um seinen Erstling, den er bereits 1998 geschrieben hat - also noch VOR "Illuminati" (2000), "Meteor" (2001) und seinen Welterfolg "Sakrileg" (2003).
Der Verlag wollte hier wohl die Gunst der Stunde nutzen und noch mal richtig Kasse machen. Die Aufmachung der Neuauflage ähnelt der von "Sakrileg". Der Werbetext "der neue Thiller von Dan Brown" ist irreführend. Das Buch fällt denn auch gegen "Sakrileg" erheblich ab. Die Figuren sind wesentlich einfacher gestrickt, ihr Handeln ist leichter vorherzusehen. Die Dialoge wirken hölzern, die Sprache ist weniger differenziert. Außerdem enthält "Diabolus" schwere handwerkliche Fehler. Die wissenschaftlichen Details zum Knacken von Computercodes lassen jedem Fachmann die Haare zu Berge stehen. Es geht hier nicht um künstlerische Freiheiten oder eine lebhafte Phantasie des Autors. Die Sachzusammenhänge sind teilweise schlecht recherchiert und objektiv falsch. Damit kippt für Leser, die auf eine halbwegs realistische Rahmenhandlung Wert legen, leider die ganze Story. Wem egal ist, dass er ein völlig falsches Bild von den Möglichkeiten des US-Geheimdienstes NSA vermittelt bekommt, erhält eine insgesamt spannende Lektüre. Die Crux: Technisch nicht interessierten Lesern werden die vielen Details aus der Welt der Kryptologen wahrscheinlich eher auf die Nerven gehen... Weitere Rezensionen finden Sie bei Amazon.
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