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Apocalypse au Chocolat: Eine gebäckwärtige Geschichte vom Ende der Welt

autor

von Aster, Christian (weitere bücher dieses autors)

gesamtwertung: 5/5

verlag

Periplaneta

jahr

2010

1 bewertung

isbn

3940767530

485 x gelesen

genre

Lustiges

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Jetzt selbst kommentieren geschrieben am: 18.05.2012 von Florian Hilleberg

Eine Gruppe von Amateursatanisten versucht den Teufel zu beschwören und bietet ihm einen Gastkörper dar, in dem er sich manifestieren soll. Doch bei der dilettantischen schwarzen Messe kommt es zu einigen haarsträubenden Fehlern, dank derer sich Satan plötzlich in einem Muffin wiederfindet. Die Satanisten haben sich nämlich ausgerechnet den Keller einer Bäckerei zum Ort ihrer düsteren Umtriebe erkoren. Von boshaftem Tatendrang erfüllt, lässt sich der Teufel jedoch nicht hängen und beginnt die Apokalypse einzuläuten. Er holt seine treuesten und mächtigsten Dämonenfürsten aus der Hölle auf die Erde: Belial, Baal und Behemot, die sich jedoch ebenfalls in teuflisches Backwerk verwandeln. Nichtsdestotrotz scheint das Schicksal der zivilisierten Welt, wie wir sie kennen, besiegelt zu sein. Die letzte Hoffnung der Menschheit ist eine eigens zu diesem Zweck ausgebildete Spezialeinheit des Vatikans – die Schwestern der begrenzten Barmherzigkeit …

Mit „Troll!“ hat Christian von Aster bereits eine einzigartige, gesellschaftskritische Fantasy-Satire vorgelegt. Gelesen vom Autor persönlich und in der Kombination Buch & CD ein idealer Geschenktip. Mit „Apokalypse au Chocolat“ hat sich von Aster nicht lange bitten lassen und sofort eine weitere urkomische Persiflage nachgelegt. Dieses Mal geht es in die düster-kulinarischen Gefilde von Backwaren und Satanismus. Nicht mehr und nicht weniger als der ewige Kampf zwischen Gut und Böse ist das zentrale Element dieses kongenialen Werks, das von niemand anderem so perfekt gelesen werden könnte, wie von Christian von Aster selbst. Auch dieses Mal gibt es neben der CD ein knapp 50seitiges Begleitbuch, in dem es neben der abgedruckten Story auch zwei Gruppenfotos sehen gibt, auf denen die Hobbysatanisten und die Schwestern der begrenzten Barmherzigkeit abgebildet sind. Auf dem Cover selbst ist kein Geringerer als Satan persönlich zu sehen, natürlich in seiner aktuellen Erscheinungsform als gehörnter Muffin. „Apokalypse au Chocolat“ ist eine herrlich verrückte Geschichte, die in einem irrwitzigen Finale gipfelt. Dabei kommt es zum letzten entscheidenden Duell zwischen dem teuflischen Muffin und Mutter Menetekel, der unbarmherzigen Anführerin der Schwestern der begrenzten Barmherzigkeit. Und dies ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf die gelungenen Gags des Kabarettisten, der im Periplaneta Verlag eine angemessene Plattform für seine verrückten Einfälle gefunden hat. Ein gelungenes Radio-Interview mit einem ausgewiesenen Experten, das die Echtheit der dokumentierten Ereignisse belegt, rundet das Hör- und Lesevergnügen perfekt ab.

Fazit:
Ein ganz besonderer, satanischer Leckerbissen, gelesen von Christian von Aster. Lebendiger und witziger wurde der ewige Kampf zwischen Gut und Böse noch nie dargestellt.


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