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Mürrische Monster

autor

Buckingham, Royce (weitere bücher dieses autors)

gesamtwertung: 1.5/5

verlag

Blanvalet

jahr

2010

1 bewertung

isbn

3442267730

500 x gelesen

genre

Kinder- und Jugendbücher

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Jetzt selbst kommentieren geschrieben am: 05.05.2012 von Florian Hilleberg

Nate Grimlock hütet gemeinsam mit seinem Lehrling Richie immer noch das Haus voller Dämonen, welches er von seinem toten Mentor geerbt hat. Doch die chaotische Routine wird jäh unterbrochen, als ein riesiger steinerner Troll unter einer Brücke zum Leben erwacht und spurlos verschwindet. Gemeinsam mit Nates Freundin Sandy machen sich die Hüter auf den Weg, um den steinernen Dämon wieder einzufangen. Dabei machen die drei Freunde nicht nur die Bekanntschaft mit einem äußerst sonderbaren und geschwätzigen Reporter, sondern auch mit dem Hippie-Mädchen Lilly, die ähnliche Fähigkeiten wie Nate besitzt und ebenfalls Dämonen sehen kann. Mit einem alten Käfer und einem bunten Wohnwagen voller kleinerer Dämonen reist Lilly durch das Land auf der Suche nach weiteren Monstern, die das Schöne und Künstlerische verkörpern. Doch das Mädchen wird von einer schrecklichen Gestalt verfolgt – dem Dämonenfresser. Lilliy führt das Monster direkt zu Nates Haus, das für den Dämonenfresser einem Schlaraffenland gleichkommt …

Royce Buckinghams zweiter Streich ist nicht weniger humorvoll, rasant und dramatisch ausgefallen, wie sein Debütroman „Dämliche Dämonen“. Die Handlung wird konsequent fortgesetzt und Sandy und Richie gehören mittlerweile zum festen Freundeskreis des Dämonenhüters. Sandy und Nate sind sogar ein richtiges Paar und müssen sich mit äußerst irdischen und normalen Problemen, wie beispielsweise Eifersucht, herumschlagen, was in einem Haus voller chaotischer Dämonen schon zu der einen oder anderen amüsanten Situation führen kann. Der Stil hingegen ist selbst für einen Jugendfantasy-Roman bisweilen etwas zu hastig und handlungsbetont, so dass einzelne Szenen viel zu kurz ausfallen und die Helden ihr Tun nur unzureichend reflektieren können. Darüber hinaus bekommt man das Gefühl, dass die Story ihr volles Potenzial nur unzureichend nutzt. Insbesondere die Hintergrundgeschichten der einzelnen Dämonen werden lediglich angerissen. Dabei klafft die Schere zwischen Ernsthaftigkeit und Klamauk stellenweise stark auseinander. Einerseits unterhält Buckingham mit Knuddelmonstern wie Nik, Zoot und Pernikus und andererseits lässt er Dämonen mit erschreckender Brutalität vom Dämonenfresser töten. Natürlich darf die obligatorische Rachegeschichte nicht fehlen, inklusive moralischer Botschaft. Trotz des glücklichen Ausgangs bleibt ein dicker Wehmutstropfen, der bereits auf den dritten Band einstimmt, denn wie jeder gute Waisenjunge a la Harry Potter, will auch Nate die Mörder seiner Eltern zur Rechenschaft ziehen. Nicht viel Neues an der Fantasy-Front, zumal der deutsche Titel völlig unzutreffend ist.

Die Aufmachung ist wie immer beispiellos. Ein edles Hardcover mit witziger Titelgrafik und einem niedlichen Daumenkino in der rechten unteren Ecke der einzelnen Seiten. Große Schrift, kleine Kapitel und eine hohe Papierqualität sorgen für optimales Handling.

Fazit:
Witzig, unterhaltsam und überhastet. Buckinghams Dämonen können nicht auf ganzer Linie überzeugen, sorgen aber für ein kurzweiliges, anspruchsloses Lesevergnügen.


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