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Krank

autor

Kerley, Jack

gesamtwertung: 2/5

verlag

Ullstein

jahr

2012

2 bewertungen

isbn

3548284132

479 x gelesen

genre

Thriller

kommentare (1)

Jetzt selbst kommentieren geschrieben am: 02.05.2012 von KimVi

Detective Carson Ryder wird von Nancy Wainright vom Alabama Institute of Aberrational Behavior angerufen. Sie bittet ihn um Hilfe, denn Bobby Lee Crayline, ein äußerst gefährlicher Gewaltverbrecher, soll in ihrem Institut hypnotisiert werden. Wainright hält das für keine gute Idee, denn sie befürchtet, dass die Hypnose den aggressiven Mann völlig aus der Bahn wirft. Da Carson Ryder Bobby Lee Crayline kennt, hat sie die Hoffnung, dass er die geplante Hypnose verhindern kann. Der Detective eilt sofort ins Institut, dennoch kann er nichts dagegen tun, dass die Hypnose durchgeführt wird. Leider werden die schlimmsten Befürchtungen von Nancy Wainright und Carson Ryder noch übertroffen - der gefährliche Mann rastet vollkommen aus und kann beim Rücktransport in die Haftanstalt fliehen. Er hinterlässt keine Spuren, sodass er sich auch Monate später noch immer auf freiem Fuß befindet. Carson Ryder ist mittlerweile urlaubsreif. Da er sich nicht entscheiden kann, an welchem Ort er sich von den Strapazen seines Berufslebens erholen möchte, kommt ihm die Nachricht, dass er einen Aufenthalt in einer Blockhütte in Eastern Kentucky gewonnen hat, gerade recht. Doch schon bald stellt sich heraus, dass der Detective hier keine Erholung finden wird. Denn die nähere Umgebung der Ferienanlage scheint sich ein grausamer Serienkiller als Jagdrevier ausgesucht zu haben. Außerdem trifft Ryder auf seinen psychopathischen Bruder Jeremy. Obwohl die örtliche Polizei Carson Ryders Einmischung nicht gerne sieht, gerät er immer tiefer in den Sog der Ereignisse....


|| Meine Meinung ||


Dieser Thriller gehört zu einer Bücherserie um den sympathischen Ermittler Carson Ryder. "Krank" ist bereits der fünfte Teil, der ins Deutsche übersetzt wurde. Auch wenn man keinen der vorangegangenen Bände gelesen hat, kann man der Handlung des aktuellen Falls problemlos folgen. Da die einzelnen Fälle in sich abgeschlossen sind, können die Bände in beliebiger Reihenfolge gelesen werden. Wenn man allerdings die Weiterentwicklung des Hauptprotagonisten und das Verhältnis zu seinem Bruder Jeremy, der ein hochintelligenter Serienmörder und damit das streng gehütete Geheimnis des Detectives ist, verfolgen möchte, empfiehlt sich allerdings die Einhaltung der Reihenfolge.

Die Handlung wird in der Ich-Form, aus der Sicht von Carson Ryder, erzählt. Der Ermittler wirkt sehr sympathisch und deshalb fällt es leicht, in seine Haut zu schlüpfen und den Fall mit seinen Augen zu betrachten. Mr. Mix-up, der Hund des Detectives, lockert die Handlung auf und lässt den Hauptprotagonisten noch lebendiger wirken. Auch die weiteren Charaktere fügen sich mühelos in die Erzählung ein. Sie sind facettenreich und ihre Handlungen wirken glaubhaft und nachvollziehbar.

Der Thriller startet auf den ersten Seiten etwas gemächlich, doch bereits nach kurzer Zeit steigt die Spannung unaufhörlich an. Der Autor versteht es hervorragend falsche Fährten auszulegen, denen man nur allzu bereitwillig folgt. Deshalb bleiben die wahren Hintergründe lange im Dunkeln, sodass die Spannung durchgehend spürbar ist. Überraschende Wendungen sorgen dafür, dass man die eigenen gedanklichen Ermittlungen ständig infrage stellen und neu überdenken muss. Da der Killer mit seinen Opfern nicht gerade zimperlich umgeht und es dem Autor mühelos gelingt, die entsprechenden Szenen anschaulich zu beschreiben, sollte man nicht zu zartbesaitet sein.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar. Es gelingt dem Autor, seinen Figuren Leben einzuhauchen und die Schauplätze der Handlung so zu beschreiben, dass man sie bildlich vor Augen hat. Dadurch gerät man beinahe unbemerkt in den Sog der Erzählung. Es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen, bevor man die Hintergründe durchschaut hat. Am Ende überschlagen sich die Ereignisse förmlich, wodurch die Spannungskurve nochmal steil nach oben steigt.

Thriller-Fans dürften hier voll auf ihre Kosten kommen, denn J.A. Kerley überzeugt durch einen spannende Grundidee, interessante Nebenhandlung und facettenreiche Charaktere.


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1 weitere Stimme zum Buch

1

bewertung von beedy:

Inhalt:
************
Der Detective Carson Ryder wird von seinem Chef zu einem Urlaub verdonnert. Da kommt es also mehr als gelegen, dass er einen Aufenthalt in einem Ferienhaus in den Bergen gewinnt. Hier kann sich Carson von der Suche nach dem entflohenen Bobby Crayline entspannen. Doch kaum hat er sich an das schöne Nichtstun gewöhnt, ereilt Carson ein Anruf. Die Anruferin zitiert ihn zu einem Haus in dem Carson auf ein Mordopfer stößt. Gemeinsam mit der Polizistin Donna Cherry beginnt er an dem Fall zu ermitteln. Immer mehr Mordopfer tauchen auf und immer sind die Opfer grausam entstellt und wurde gefoltert. Zu allem Überfluss taucht auch noch Carsons Bruder auf, der von der Polizei gesucht wird.

Meine Meinung:
*****************
Die Geschichte um Carson Ryder habe ich sehr interessiert gelesen. Zum einen war der flüssige Schreibstil und zum anderen die lockere Schreibweise ausschlaggebend. Ich habe mich einfach gut unterhalten gefühlt. Besonders gespannt war in natürlich auf das Zusammentreffen von Carson und seinem Bruder, der krude Gedanken mit sich herumschleppt. Für mich hätte sein Bruder aber noch mehr mit seinen Absurditäten in Erscheinung treten können. Tut aber dem Ganzen keinen Abbruch, da sich die Geschichte auch so gut entwickelt.

Bis zum Ende des Buches tappt man über die Beweggründe des Mörders im Dunkeln und am Schluss kann es sogar noch mit einer Wendung aufwarten. Aufgepeppt hätte das Buch sicher noch durch einige Kapitel mit der Sicht des Mörders werden können. Dies hätte die Spannung sicher mehr gesteigert und die Beweggründe wären noch intensiver zu verstehen gewesen.

Um die die Personen in ihren ganzen Handlungsweisen zu verstehen, sollte man wahrscheinlich die vorhergehenden Bücher über die Brüder lesen. Die Geschichte ist zwar eigenständig und in sich abgeschlossen und kann auch ohne Vorwissen gelesen werden, jedoch ist die Charakterbeschreibung nicht mehr so vordergründig.

Obwohl mich das Buch gut unterhalten hat und es locker, flockig daher kommt, bekommt es von mir nicht die Bestnote. Weil: Ich hätte gerne mehr von Carsons Bruder erlebt und hätte mich gerne mehr in seine absurde Gedankenwelt eingelesen. Außerdem habe ich nicht so richtig vor Spannung an meinen Fingernägeln gekaut. Alles in allem ist das Buch aber sehr gut zu lesen und überzeugt mit leichtem Humor. Es lohnt sich sicher auch die Vorgänger zu lesen, da man so auch einen besseren Einblick in Carson Ryders Leben bekommt. Fazit: Eine kurzweilige Geschichte!

verfasst am 19.06.2012

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