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Red Sky

autor

Southard, Nate

gesamtwertung: 1.5/5

verlag

Festa

jahr

2012

1 bewertung

isbn

3865521460

469 x gelesen

genre

Horror

kommentare (0)

Jetzt selbst kommentieren geschrieben am: 01.05.2012 von Florian Hilleberg

Eigentlich sollte der Überfall auf eine Bank von El Paso, Texas, ein Kinderspiel sein. Doch die beiden Neuen im Bunde der Ganoven, Dale und Gina, drehen durch und der gut organisierte Raub wird zum Massaker, das vielen Menschen das Leben kostet. Die Bankräuber Danny Black, Nelson, Wallace, Gina und der schwerverletzte Dale entkommen mit der Kassiererin Mel, die sie als Geisel nehmen. Ihre Flucht endet in der Wüste in einem verlassenen Fabrikgebäude der Red Sky Manufacturing. Dort kommt es zum Bruch zwischen den Leidensgenossen. Gina dreht durch und fängt an, auf ihre Kumpane zu feuern, da diese sich weigern Dale in ein Krankenhaus zu bringen. Die Schwierigkeiten werden aber noch größer als plötzlich ein Hubschrauber vor dem Gebäude landet und Soldaten mit Gasmasken auf alles feuern, was sich bewegt. Doch es gibt noch eine weitaus größere Bedrohung in den Eingeweiden der stillgelegten Fabrik. Als sich die Nacht über die Wüste legt, machen unmenschliche Kreaturen Jagd auf die Flüchtlinge ...

Horror erfreut sich eines immer größer werdenden Publikums. Und hier sind es vor allem zwei relativ neue Spielarten des Genres, die in Filmen und Büchern für immer mehr Furore sorgen: Der Backwood-Horror und der sogenannte Torture Porn (Folterporno). Und diese beiden Subgenres bedient auch der vorliegende Roman von Nate Southard. Das Debüt des texanischen Autors erinnert in seinen Grundzügen frappant an Horror-Schocker wie „The Hills Have Eyes“. Welche Art von Publikum angesprochen wird, erfährt man bereits auf den ersten Seiten, denn es geht sehr brutal und schonungslos zur Sache. Southards Stil ist sehr minimalistisch und schnörkellos, daher einfach zu lesen und sehr präzise. Optimal um die Gräuel dem Leser nahe zu bringen. „Red Sky“ ist von der ersten Seite an gespickt mit knallharter Action; wer ausufernde Landschaftsbeschreibungen und Charakterstudien sucht wird hier sicher nicht fündig. Obwohl gerade der (Anti-)Held Danny Black, der sein Vorbild scheinbar in dem von George Clooney dargestellten Seth Gecko aus „From Dusk Till Dawn“ gefunden hat, seine Situation sehr differenziert reflektiert. Gerade dadurch erhält der Roman einen anspruchsvolleren Anstrich, denn darüber hinaus hat „Red Sky“ nicht wirklich viel Neues zu bieten. Der Autor erfindet mit seiner Geschichte das Rad des Horrors keineswegs neu und setzt auf den Blutdurst seiner Leser. Insbesondere das Massaker in der Bank zu Beginn des Romans ist in seiner überzogenen Zurschaustellung von Gewalt beinahe satirisch. Was folgt ist der übliche Gang der Dinge. Eine Gruppe degenerierter Mutanten schickt sich an, das Frischfleisch gekonnt auseinanderzunehmen. Trotz seiner gefälligen Lesbarkeit kommt „Red Sky“ jedoch nicht an Genre-Perlen wie Jack Ketchums Kannibalen-Thriller oder Richard Laymons „Der Keller“ heran. Nichtsdestotrotz sollte sich kein Horror-Fan dieses unterhaltsame Kleinod entgehen lassen, und man darf sehr gespannt sein, welche literarischen Albträume noch aus der Feder von Nate Southard fließen werden.

Erstaunlich wie vielfältig die Auswahl von iStockphoto.com ist. Für jeden Roman gibt es was Passendes. So auch in diesem Fall, denn die Gasmaske mit dem roten Widerschein des Feuers in den gespenstisch leeren Augengläsern stimmt den Leser perfekt auf das kommende Lesevergnügen ein.

Fazit:
Plakativer, schonungsloser Horror-Thriller für alle die es gerne etwas härter mögen. Viel Neues hat der Roman nicht zu bieten, doch für Zwischendurch ist das Buch sehr gut geeignet.


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