Zurück zur Homepage

Weißer Tod

autor

Marklund, Liza (weitere bücher dieses autors)

gesamtwertung: 2/5

verlag

Ullstein

jahr

2012

2 bewertungen

isbn

3550087527

532 x gelesen

genre

Krimi

kommentare (1)

Jetzt selbst kommentieren geschrieben am: 16.04.2012 von anyways

Annika Bengtzon ist mit ihrer Familie nach 3 jähriger beruflicher Abwesenheit in Washington, wieder zurück in Stockholm, in ihrer alten Wohnung, in ihrem alten Job als Reporterin beim „Abendbladet“ und mit all ihren alltäglichen Sorgen mit einem nicht monogamen Ex-Mann und jetzigem Lebensabschnittsgefährten und zwei minderjährigen gemeinsamen Kindern.

Nach der Entdeckung einer weiblichen Leiche hinter einer Kindertagesstätte erfährt Annika, nach ihrer Rückkehr in die Redaktion, von der Entführung ihres Mannes.

Thomas Samuelsson hat nach der Rückkehr aus Washington eine Stelle im Justizministerium angenommen. Eine Stelle die weit unter seinem, von ihm angenommenem, Niveau liegt, die aber verlockend viele Auslandsaufenthalte bietet. Abwechslungen denen er sich nur zu gerne hingibt, lernt man doch viele verschiedene Charaktere kennen, bewegt sich auf politischem Parkett und den geliebten außerehelichen Aktivitäten wird so unerhört viel Nahrung geboten.

Auf einer Konferenz in Kenia kann er der schönen Engländerin Catherine nicht wiederstehen und schließt sich ihr an, an einer Erkundungsreise nach Liboi an der somalischen Grenze teilzunehmen. An einem Kontrollpunkt wird die gesamte Expedition entführt. Die Entführer verlangen 40 Millionen Dollar pro Geisel. Annika versucht zusammen mit Jimmy Halenius, Thomas direktem Vorgesetzten im Justizministerium, Thomas Leben zu retten, und sie kann dabei weder auf ihre noch Thomas Familie zählen.

Liza Marklund überrascht mich immer wieder mit ihren Ideen, die hinter den einzelnen Folgen der Krimireihe um Annika Bengtzon stehen. Dieses Mal nimmt sie sich gleich zweier hochbrisanter politischer Themen an, zum Ersten der Erniedrigung, Verfolgung und Folterung von Frauen durch ihre Lebenspartner und zum Zweiten der versuchten Eindämmung von Flüchtlingsströmen aus Afrika durch die sogenannte 1. Welt. Das Ganze bestückt sie mit den alltäglichen und deshalb für mich so nachvollziehbaren Sorgen, Nöten, Ängsten und auch Freuden der Hauptprotagonistin.

Gefallen haben mir schon immer der flüssige Schreibstil und die Wahl ihrer Stilmittel. Auch wenn ich kaum glauben kann dass sich Schweden in politische Geiselnahmen nicht einmischt und die Angehörigen selbst verhandeln müssen, ist ihre Zeichnung doch plausibel. Ein großes Plus für Marklunds Erfolg ist auch die Einbeziehung aller Hauptprotagonisten, die besonders in diesem Buch zu Wort kommen. Marklunds Bücher sind nicht einfach nur Krimis, sie reist ihren Leser auf leise Art mit und lässt ihn oft nachdenklich zurück. So auch dieser. Nun beginnt für mich wieder eine lange Phase des Wartens.



Einen wirklich ärgerlichen negativen Aspekt möchte ich allerdings nicht unerwähnt lassen. Da die Autorin hier keinerlei Schuld trifft fließt es auch nicht in die Bewertung ein. Mein Ärgernis ist der Klappentext der ja ein bisschen Halbwahrheit und ganz viel Unwahrheit präsentiert. Es ist einfach ärgerlich, wenn im Klappentext schon zu viel verraten wird oder die Zusammenfassung als solche nicht stimmt und der Leser vergeblich auf etwas wartet was ihm der Klappentext vorgegaukelt hat.


Weitere Rezensionen finden Sie bei Amazon.


hier klicken, um dieses buch selbst zu rezensieren!

1 weitere Stimme zum Buch

1

bewertung von cachingguys:

„Weißer Tod“ Kriminalroman von Liza Marklund. Das Buch beginnt am Tag 0 und beschreibt die Geschehnisse der nächsten Tage an zwei Schauplätzen. Da ist Thomas, der als Referent im schwedischen Justizministerium arbeitet und mit einer internationalen Delegation an der Grenze zu Somalia unterwegs ist. Zu ihnen gehört auch seine Geliebte. In Schweden wartet seine Frau Annika mit den zwei Kindern auf ihn. Sie ist Journalistin und wittert in der gerade entdeckten Frauenleiche die Tat eines Serientäters. Die Autorin bearbeitet in ihrem Buch mehrere Themen, da ist nicht nur die politisch motivierte Entführung, sondern auch Ethikfragen beim Journalismus. Das Ganze ist gewürzt mit den Problemen anderer Nebendarsteller mit unterschiedlichen Themenstellungen, nicht zu vergessen ein wenig Liebe. An manchen Stellen ist das Buch etwas langatmig geschrieben. Mehr ein Roman als ein Krimi, aber nicht schlecht und lässt es sich gut lesen.

verfasst am 19.12.2012

Weitere Rezensionen finden Sie bei Amazon.

nach oben

weitere rezensionen suchen buch ebenfalls rezensieren

Das Nest

Geschrieben am: 16.12.2010

Rezensent: Michael Lehmann-Pape

Tödliche Wespen

In seinem ersten Roman legt Ben Kay einerseits eine flüssig und, in Teilen, durchaus spannend zu lesende Geschichte vor, die, andererseits, allerdings aus Motiven und Versatzstücken besteht, die man in vielfacher Form bereits gesehen, gelesen, gehört hat.

Der Prolog füh ... » weiterlesen.

kommentare (0)

weitere zufallsrezensionen

Ich, mein Vater und die Frau seines Lebens

Geschrieben am: 17.08.2013

Rezensent: kvel

Tom ist ein eher ängstlicher Typ. Seinem Sohn Paul dagegen ist keine Herausforderung zu groß. Nun ist eine neue Nachbarin eingezogen: die taffe Majorina. Sie hat außerdem eine neue Fernseh-Show initiiert, in der der Mutigste gewinnt. Nun ist der Plan, dass Tom diese Show gewinnen und somit das Herz ... » weiterlesen.

kommentare (2)

weitere beliebte rezensionen

Wer es leicht nimmt, hat es leichter

Geschrieben am: 23.07.2014

Rezensent: Everett

Den eigenen Jammerlappen zum Schweigen bringen. Hierbei soll dieser Ratgeber helfen. Viele nennen den Jammerlappen auch "den inneren Schweinehund", der uns daran hindert, neue und andere Dinge zu wagen, die außerhalb unserer festgefahren, alltäglichen Bahnen liegen.
Zuerst wird geschildert, warum ... » weiterlesen.

kommentare (0)

weitere neue rezensionen