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Du sollst nicht sterben: Ein neuer Fall für Roy Grace

autor

James, Peter (weitere bücher dieses autors)

gesamtwertung: 2/5

verlag

Scherz

jahr

2011

2 bewertungen

isbn

3502101981

2497 x gelesen

genre

Thriller

kommentare (1)

Jetzt selbst kommentieren geschrieben am: 14.12.2011 von Michael Lehmann-Pape

Schuhliebhaber

Eigentlich könnte das Leben von Detective Superintendent Roy Grace in Brighton an der Jahreswende mit Blick auf das neue Jahr bester Dinge sein.

Endlich hat er einen Strich unter das Verschwinden seiner Frau Sandy sieben Jahre zuvor gezogen. Seine neue Lebensgefährtin Cleo ist schwanger und die Hochzeit steht an. Nur noch ein paar alte, ungeklärte Fälle sollen um die Tage der Jahreswende herum aufgearbeitet und einer erneuten Überprüfung zugeführt werden. Doch da geschehen Vergewaltigungen der besonderen Art. Einer Art, die Grace umgehend an einen ungelösten Fall, das Verschwinden eines jungen Mädchens, aus dem Jahre 1997 denken lässt. Vergewaltigungen mit Schuhen.

Ein Schuhliebhaber der besonderen Art überfällt Frauen, deren Gemeinsamkeit ihre Vorliebe für teure und erotische High Heels ist. Nie hinterlässt der Täter verwertbare Spuren, immer trägt er eine Maske, wenig verwertbare Aussagen sind von den betroffenen Frauen zu erhalten.

Umgehend befindet sich Roy Grace inmitten der Ermittlungen, entdeckt immer mehr Parallelen zu den Geschehnissen der Jahreswende 1997 / 1998 und versucht alles ins einer Macht stehende zu tun, um den Täter zu stellen. Aber ist es der gleiche Täter wie vor Jahren? Oder ein Trittbrettfahrer? Oder ein ganz anderer Mann als angenommen?

Geschickt bindet Peter James beide Zeitebenen zusammen, verfolgt das Leiden der damals verschwundenen jungen Frau und die Gefahr für Frauen in der Gegenwart. Ebenso geschickt setzt er fast umgehend eine weitere Perspektive in den Ablauf der Geschichte ein, durch die Augen eines Schuhfetischisten lässt James den Leser hautnah teilhaben an dieser sehr speziellen Vorliebe mancher Männer. Und als man gerade denkt, das dies nun der Täter sein müsste und sich fragt, warum James das Rätsel bereits so früh auflöst, bindet er eine weitere Perspektive eines weiteren Mannes ein, der seinen Blick nicht von schönen und hohen und teuren Schuhen an Frauenfüßen abwenden kann. Und ein dritter Mann wird ebenfalls noch hinzutreten.

Somit hat der Leser einerseits einen Vorsprung vor den Ermittlern, sein Täterkreis ist auf drei Personen eingegrenzt, wer aber nun genau in welcher Form hinter den Verbrechen steckt, das wird sich erst am Ende des Buches erweisen und zudem mit einer noch unverhofften Wendung zum Ende hin gewürzt werden. Gelungen ist die Spannungskurve des Buches zudem durch die Begleitung des letzten Opfers, die James intensiv zu schildern versteht.

Hier und da bleibt anzumerken, das eben jene Spannung nicht durchgängig im Buch erhalten bleibt. Einiges zerfasert dann doch im Lauf der Seiten, eine versuchsweise aufgebaute Gefährdung für Cleo, die neue Frau an der Seite von Roy Grace, kommt so ein wenig zu kurz, wie hier und da andere Elemente zu breit im Raume stehen.

Dennoch verbleibt am Ende ein spannender Fall der besonderen Art, ein Einblick in exotische Gelüste und ein durchaus in gewisser Weise offenes Ende. Das ganze souverän und mit dichter Atmosphäre erzählt, wenn auch nicht überall und an jeder Stelle der Funke hell zündet.


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1 weitere Stimme zum Buch

1

bewertung von anyways:

Schuhgeschäfte ziehen nicht nur Frauen magisch an, sondern sie sind auch für diesen Täter äußerst reizvoll, denn hier kann er seine Leidenschaften befriedigen und neue Opfer finden. Die Wahl des Geschäftes (stets gehobene Ausstattung) ist dabei ebenso wichtig wie der Schuh an sich.

Ein wichtiger Hinweis für Superintendent Roy Grace ,den er im Rahmen einer brutalen Vergewaltigungsserie in Brighton, herausfindet. Ihm fallen auch sehr viele Parallelen mit einer früheren Serie von Vergewaltigungen auf. Der Fall des Schuh-Diebes . Ist dieser zurück, wenn ja wo war er die letzten 12 Jahre?

Mit seinen Kollegen ermittelt er in der Sonderkommission „Schwertfisch“ die aktuellen Fälle. Mit einer zweiten, der SoKo „Sundown“, die vorwiegend aus Polizeiveteranen besteht, rollt er den Fall des einzigen Todesopfers des Schuh-Diebes wieder auf.

Spektakuläre Fälle sind ein Markenzeichen von Peter James Thriller. Sie sind facettenreich und nicht ganz unkompliziert. Auch in seinem neuesten Fall versucht er den Leser mittels vieler Wendungen in seinen Bann zu ziehen, nur hab ich mich diesmal nicht so mitgezogen gefühlt. Ich fand die Figur des Roy sehr zerstreut und unaufmerksam dargestellt. So unaufmerksam das einige Details nicht ganz stimmig waren. Gefallen hat mir wiederum, das Roys verschwundene Frau mehr zu Wort kommt, und ihr Bild von der „Über-Frau“ sich doch sehr abwandelt. Die Anzahl der infrage kommenden Täter übersteigt das übliche Maß eines Krimis, so dass der Leser doch sehr verunsichert wird und streckenweise die Frage auftaucht ob das gerade Geschilderte für die Geschichte wirklich von Bedeutung ist. Zum Ende hin versucht James alles einigermaßen aufzuklären. Für mich war es nicht überzeugend.

Fazit. Ein durchaus spannender Thriller mit in sich schlüssigem Plot, er zählt meiner Meinung nach dennoch nicht zu den Besten dieser Serie um Roy Grace.

verfasst am 16.04.2012

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