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Zeit der Gespenster

autor

Picoult, Jodi (weitere bücher dieses autors)

gesamtwertung: 2/5

verlag

Piper

jahr

2011

3 bewertungen

isbn

3492271901

673 x gelesen

genre

Belletristik

kommentare (2)

Jetzt selbst kommentieren geschrieben am: 05.11.2011 von Katrin Klein

Zeit der Gespenster empfand ich als einen sehr bewegenden Roman, so wie ich es von den anderen, die ich bisher gelesen habe, auch schon kenne.
Am Anfang hatte ich zwar noch meine Schwierigkeiten, alle Beteiligte auseinander zu halten und wer jetzt welche Rolle hat. Aber bis zum zweiten Teil kam ich mit Ross, Shelby, Ruby & Co. klar

Die Geschichte war nicht mein erstes Buch von Jodi Picoult. Aufgrund des Endes von Beim Leben meiner Schwester hat mich das Ende hier doch etwas überrascht.

Die meisten Personen waren mir sehr sympathisch und sind mir ans Herz gewachsen, so dass ich doch traurig war, dass das Buch zu Ende war.

Von mit gibt es 4,5 Sterne. Ich würde das Buch ohne Bedenken auch weiterempfehlen.


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2 weitere Stimmen zum Buch

1

bewertung von LeseratteADMIN:

Ross ist ein Mann, der nicht sterben kann. Und dass, obwohl er es so gerne täte. Es ist sein größter Wunsch, seiner großen Liebe Amy in das Reich der Toten nachzufolgen; doch was auch immer er anstellt, sein Körper will einfach nicht den Dienst versagen. So ändert er seine Vorgehensweise und wird zum Geisterjäger. Doch auch hier hat er - zunächst - wenig Erfolg, denn die Geister, und vor allem Amy, bleiben aus.

Bis eines Tages im Wohnort seiner Schwester im beschaulichen Vermont, die örtlichen Indianer gegen die bauliche Entwicklung auf einem Grundstück protestieren mit der Begründung, dass es sich hierbei um einen Indianerfriedhof handele. Doch in den städtischen Aufzeichnungen gibt es dazu keine Hinweise. Was sich jedoch findet, ist ein Mord an dieser Stelle, der über 70 Jahre zurückliegt. Oder war es vielleicht Selbstmord? Ross wird angeheuert, um als paranormaler Ermittler den einzelnen Phänomenen auf die Spur zu kommen.

Jodi Picoults Roman ist vieles in einem - spannender Geisterroman und Kriminalgeschichte. Hinzu kommt beinahe poetisch anmutende Romantik. Die Erzählstrukturen und Handlungsstänge sind überaus komplex ohne unübersichtlich oder verwirrend zu werden. Es werden viele parallel laufende Erzählungen aufgegriffen, die sich am Ende des Buches beinah wundersam zusammenfinden. Ich bin immer wieder erfürchtig vor dieser Meistererzählerin, die solch komplexe Erzählungen zusammenschreiben kann, die am Ende in einer großen Auflösung enden.

Natürlich kann man als Leser auch noch etwas lernen. So zum Beispiel über Vermonts Indianer, die Abenakis, die leider staatlich nicht anerkannt sind und deshalb weniger Rechte und Vorteile als andere Ureinwohnergruppen in Nordamerika genießen. Ein weiteres großes Thema ist die in Nordamerika in den 30er Jahren betriebene Eugenik, also die bewusste Zucht positiver Erbanlagen in der Menschenrasse. Nicht vielen werden die unethischen Forschungen bekannt sein, und noch viel weniger Leser werden wahrscheinlich wissen, dass selbst Hitler die Amerikaner für ihre Bemühungen auf diesem Gebiet gelobt hat. Picoult zieht hierbei zudem einen Bogen zur modernen Genforschung, die heute in aller Munde ist. Dabei stellt sich nicht ihre eigene Meinung in den Vordergrund, sondern lässt die Figuren ihre Ansichten aus ihrer Perspektive erläutern, so dass dem Leser Gelegenheit gegeben wird, sich eine eigene Meinung zu bilden (so wird übrigens jedes Jodi-Picoult-Buch zum idealen Lektürestoff für Lesegruppen).

"Zeit der Gespenster" erscheint einem vieles oftmals anders, ein Motiv, dass sich durch die gesamte Geschichte zieht, die zugleich spannend und romantisch ist und mich nicht zuletzt wegen der interessanten Figuren gefesselt hat. Empfehlenswert.

verfasst am 06.11.2011

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2

bewertung von anyways:

Ross Wakeman versucht auf jede nur erdenkliche Art aus dem Leben zu scheiden, einfach weil er ein Leben ohne seine geliebte Frau nicht mehr erträgt. Aber er überlebt all seine verzweifelten Versuche fast ohne Kratzer (sieht man mal von den Verletzungen an beiden Handgelenken ab). Als er feststellt dass er Aimeé auf diese Art nicht näher kommt versucht er an das Übersinnliche zu glauben. Er schließt sich Curtis Warburton und Eve O‘ Donnell an, Geister Jägern, bei denen er neun Monate seine Sinne schärft und seine technischen Raffinessen entwickelt. Aber auch der Versuch auf diese Weise mit seiner geliebten Frau zu kommunizieren scheitert vorwiegend an der Unehrlichkeit seiner Ausbilder.

Frustriert und unsäglich müde schlüpft er bei seiner älteren Schwester und deren Mondscheinkind. Der Neffe von Ross leidet an einem sehr seltenen Gendefekt, der es ihm nicht ohne Verbrennungen zu riskieren, sich ungeschützt dem Sonnenlicht auszusetzen. Durch einen Zufall beschert ihm seine Schwester Shelby einen Job: Eine Baufirma will am Otter Creek ein altes Haus abreißen um ein Einkaufszentrum zu bauen, aber nicht nur das die, von staatlicher Seite nicht anerkannten Abenaki-Indianer was dagegen haben, schließlich soll dieser Ort ein Indianerfriedhof, und somit heiliger Boden sein, nein es geschehen seltsame Dinge in der Umgebung, es schneit Rosenblätter, der Boden rund um die Ausschachtungen gefriert und der Bautrupp munkelt von einem Fluch.

Ross wird also vom Bauleiter angeheuert der Sache auf den Grund zu gehen. Sein Wunsch mit einem Geist zu kommunizieren wird erfüllt doch ganz anders als Ross sich das jemals vorgestellt hätte.

Jodi Picoult greift in ihrem Roman „Zeit der Gespenster“ einige brisante Themen auf. Die Unterdrückung und Verleugnung amerikanischer Ureinwohner ,die aufgrund ihrer Stammesgröße eine Minderheit darstellen, und die somit rechtlos all ihren Landbesitz verloren, weiterhin nimmt sie sich die paranormalen Phänomene an, denn ursprünglich wollte sie „nur“ eine Geistergeschichte schreiben, bei ihren Recherchen fällt ihr aber Vermonts Eugenetik Projekt der 1920 er und 1930 er Jahre in die Hände und ganz aktuelle die heutige Präimplantationsdiagnostik.

Aus all diesen Themen schafft sie, gepaart mit einer packenden Story, ausgefeilten Charakteren und einem wundervoll flüssigen Sprachstil einen wirklich ergreifenden Roman über Liebe, Verlust, Einsamkeit, Verantwortung und menschliche Verfehlungen. Ihr gelingt zwar nicht immer die deutlichere Abgrenzung und Unterscheidungen der damaligen Eugentik-Ideologie zur heutigen PID, aber das sind nur kleine Schwächen.

Sie erzählt eine spannende, mitreißende und abgrundtief traurige Geschichte die ich sehr empfehlen kann.

verfasst am 16.04.2012

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