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Raum: Roman

autor

Donoghue, Emma

gesamtwertung: 2/5

verlag

Piper

jahr

2011

2 bewertungen

isbn

3492054668

812 x gelesen

genre

Drama

kommentare (1)

Jetzt selbst kommentieren geschrieben am: 22.10.2011 von Bookorpc

Inspiriert von einem wahren Fall ist Emma Donoghues Roman Raum sehr realistisch.

Inhalt: Jack ist 5 Jahre alt und seine Welt besteht aus einem Raum. Dort wurde er geboren und lebt seitdem mit seiner Ma darin. Er kennt keine Außenwelt und seine Mutter lies ihn auch immer in dem Glauben, dass alles was er im Fernseher sieht nicht echt ist. Einzige Verbindung zu draußen ist Old Nick, wenn dieser aber am Abend kommt, ist Jack im Schrank zum Schlafen. Eines Tages stellt Jacks Ma seine Welt auf den Kopf, sie erzählt ihm die Wahrheit über das Leben außerhalb von Raum und ihren Fluchtplan…

Meine Meinung:
Obwohl es nur ein Roman ist, fesselte und bewegte mich die Geschichte um Jack und seiner Mutter von der ersten Seite. Es wird aus Jacks Sicht und mit seinen Worten erzählt, dies finden evtl. manche Leser störend, ich fand es sehr passend, da es ja um sein Erleben geht. Aufgrund der Ähnlichkeit zu realen Fällen sind die Emotionen beim Lesen sehr ergreifend und erschreckend. Und wie die Autorin in ihrem Buch bereits schreibt, gibt es noch genug Verrückte von der Sorte Old Nick draußen.

Fazit: Eine Lektüre, die viele Emotionen hervorruft und man nicht einfach so nebenbei liest.


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1

bewertung von Themistokeles:

Inhalt: Jack lebt mit seiner Ma in Raum. Raum ist alles was er kennt und hat eine immer verschlossene Tür, ein Oberlicht. Raum ist 12 Quadratmeter groß und in Raum spielt, isst und schläft Jack. Am Abend kommt jedoch immer Old Nick und Jack muss sich vor ihm im Schrank verstecken. Zusammen mit seiner Ma feiert Jack seinen fünften Geburtstag in Raum und eines der größten Geschenke die Ma ihm machen kann, ist ein wenig länger fern zu sehen, dann Jack liebt fernsehen. Im Fernsehen trifft Jack nämlich seine Freunde, die Cartoonfiguren, wie unter anderem Dora. Er weiß jedoch, dass die ganzen Dinge, die er im Fernseher sehen kann, wie die Tiere, die Leute oder auch seine Freunde eigentlich nicht echt sind. Echt sind nur er und seine Ma und alle Dinge, die sich in Raum befinden. In diesem Glauben wächst Jack auf, bis der Tag kommt, an dem seine Ma ihm plötzlich erzählt, dass außer den gezeichneten Figuren im Fernsehen echt sind und es draußen eine viel größere Welt gibt und dass sie versuchen müssen aus Raum zu fliehen!



Meinung: Die Geschichte wird aus der Perspektive Jacks erzählt, wodurch man als Leser sehr nah an seinen Erfahrung, Gefühlen und seiner Weltsicht ist, da er nur Raum kennt. Ebenso ist Jack an stark geregelte Abläufe gewohnt und wenn diese unterbrochen werden, ist seine Unsicherheit von der Autorin gut herausgearbeitet, denn der Leser spürt, wenn Jack Probleme hat oder Freude an etwas empfindet. Insgesamt unterscheidet sich Jacks Weltsicht sehr stark von der anderer, was insbesondere dadurch deutlich wird, dass er viele Dinge vollkommen anders und für den Leser sehr befremdlich angeht. Dadurch wird man immer wieder damit konfrontiert, dass man über Jacks Handlungen nachdenkt und versucht, zu reflektieren. Des Weiteren bemerkt man jedoch allein die unterschiedlichen Ansichten von Jack und seiner Mutter in Bezug auf Raum und die Außenwelt.



Allgemein schafft es die Autorin meiner Meinung nach konstant über das Buch hinweg die Gefühle von Jack sehr gut darzustellen. Ebenfalls werden die Probleme, die mit ihrem Leben in Raum auftauchen sehr anschaulich beschrieben und sind an vielen Stellen, grade durch die unbedarfte Sichtweise des Jungen, die für die Erzählung gewählt wurde, sehr erschreckend.



Interessant ist auch der Stil, in dem die Geschichte präsentiert wird, denn man erlebt die Welt nicht nur aus Jacks Sicht, sondern auch in seiner Sprache, wodurch vieles ganz anders anmutet, als wäre es in normalen Sätzen präsentiert. Jedoch muss ich leider auch sagen, dass es der Autorin nicht an allen Stellen gelungen ist, die Sprache glaubhaft durchzuhalten, denn manche Worte, kam mir doch zu erwachsen vor, wie "Vagina", bei einem Jungen der bei Männern das Wort "Peterchen" benutzt.



Alles in allem lebt das Buch eindeutig weniger von der Geschichte, als von den Emotionen, die durch die Erzählweise entstehen und den Leser mit den Charakteren mitfühlen zu lassen. An manchen Stellen der Handlung kamen mir selbst einige Dinge konstruiert vor und von manchen Charakteren oder Handlungen, wie Old Nicks Taten werden sehr kurz dargestellt und ab und an sind auch inhaltliche Schwächen vorhanden. Da Jacks Erzählperspektive gewählt wurde, führt das zu einer leichten Langatmigkeit, da Jack auch alltägliches ausführlich beschreibt.

Auch muss man diese Art der Erzählung einfach mögen, denn sonst kann es einem sehr schwer fallen, mit der Sprache zu Recht zu kommen.

verfasst am 06.11.2011

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