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Das kupferne Zeichen

autor

Fox, Katia

gesamtwertung: 2/5

verlag

Bastei Lübbe

jahr

2007

1 bewertung

isbn

3404157001

647 x gelesen

genre

Historische Romane

kommentare (0)

Jetzt selbst kommentieren geschrieben am: 06.08.2011 von KimVi

England, 1161

Schon von Kindesbeinen an ist Ellenweore, genannt Ellen, fasziniert vom Beruf ihres Vaters. Sie wächst in seiner kleinen Dorfschmiede auf und geht ihm eifrig zur Hand. Ihr sehnlichster Wunsch ist es, ebenfalls das Handwerk zu erlernen. Da Ellen jedoch ein Mädchen ist, scheint dieser Berufswunsch unerreichbar für sie. Eines Tages macht sie durch Zufall eine ungeheuerliche Entdeckung, die ihr Leben in Gefahr bringt. Ellen muss ihre Heimat überstürzt verlassen. Sie verkleidet sich als Junge und nennt sich fortan Alan. Durch ihr Können gelingt es ihr eine Lehre als Schmied zu beginnen. Schon bald zeigt sich, dass Ellen eine große Begabung für das Schmieden hat. Das Schicksal führt sie zu einem berühmten Schwertschmied, den sie in die Normandie begleiten darf. Sie lernt das Leben am Königshof kennen und macht die Bekanntschaft einiger junger Ritter. Da einer von ihnen ihr Herz deutlich schneller schlagen lässt, fällt es ihr besonders schwer, ihr Geheimnis zu wahren. Durch eine unbedachte Äußerung kommt die Wahrheit ans Tageslicht und Ellen muss erneut fliehen. Die dramatischen Umstände zwingen sie dazu wieder als Frau durchs Leben zu gehen. Trotz aller Widrigkeiten setzt sie alles daran ihren Lebenstraum, ein Schwert für den König zu schmieden, zu erfüllen. Sie ahnt allerdings nicht, dass sie bei Hofe einen mächtigen Feind hat, der sie mit all seinem Hass verfolgt...

|| Meine Meinung ||

Obwohl der Klappentext die Vermutung weckt, dass es sich bei Ellenweores Geschichte um einen ganz normalen "Frau-in-Hosen-Roman" handelt, hat Katia Fox Erstlingswerk deutlich mehr zu bieten. Die damalige Zeit erwacht durch die detaillierten und farbenprächtigen Schilderungen zum Leben. Man kann sich die beschriebenen Szenen genau vorstellen und sich dadurch in die Handlung hineinversetzen. Schritt für Schritt wird man in die Kunst des Schmiedens eingeführt und hat schon bald das Gefühl hautnah dabei zu sein. Man merkt genau, dass sich Katia Fox intensiv mit dem Thema beschäftigt hat. Dabei schafft sie es hervorragend, ihr umfangreiches Wissen in diesem Bereich, interessant beschrieben an den Leser weiterzugeben. Man bekommt einen umfassenden Eindruck davon, wie hart dieser Beruf ist und mit welchen Anstrengungen die Entstehung eines solchen Meisterwerks verbunden ist. Ganz nebenbei erfährt man auch etwas über die Vielfalt der Berufe, die zur Herstellung eines Schwertes nötig sind, die damaligen Gepflogenheiten und bekommt einen Einblick in die alltäglichen Verrichtungen.

Trotz des hohen Anteils an Fachwissen aus dem Schmiedehandwerk, darf natürlich auch in diesem Roman die Liebe nicht zu kurz kommen. Auch in diesem Bereich hält das Schicksal einige Überraschungen für die Hauptprotagonistin bereit. Die eingeflochtene Liebesgeschichte nimmt allerdings nicht zu viel Raum ein. Sie ist wohldosiert und drängt den historischen Bereich nicht zu sehr in den Hintergrund. Einen einfachen, romantischen Liebesroman, mit einem strahlenden Helden, der ohne Fehl und Tadel ist, braucht man zum Glück nicht zu befürchten. Ellenweores Geschichte ist deutlich facettenreicher. Auf ihrem mühsamen Weg lernt sie verschiedene Charaktere kennen, die die Erzählung lebendig wirken lassen. Die Protagonisten haben ihre Fehler und Schwächen und wirken dadurch menschlich. Ellen selbst ist kein einfacher Charakter. Sie macht es dem Leser nicht immer leicht sie zu mögen, dennoch kann man ihr Handeln nachvollziehen.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar. Es holpert an keiner Stelle, sodass man ungestört in die damalige Zeit eintauchen und dem Geschehen mühelos folgen kann. Stellenweise hat man zwar das Gefühl, dass der Zufall ein wenig zu oft seine Hände im Spiel hat, doch durch die abenteuerliche und durchgehend fesselnde Erzählung kann man großzügig darüber hinwegsehen und sich entspannt dem Lesegenuß hingeben. Das Ende überrascht ebenfalls angenehm, denn es kommt nicht alles so wie man es erwartet. Zum Glück ist "Das kupferne Zeichen" der Auftakt einer Trilogie, sodass man sich nicht von allen liebgewonnenen Charakteren verabschieden muss.


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