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Der Vollstrecker

autor

Carter, Chris (weitere bücher dieses autors)

gesamtwertung: 5/5

verlag

Ullstein

jahr

2011

5 bewertungen

isbn

3548281109

1595 x gelesen

genre

Thriller

kommentare (4)

Jetzt selbst kommentieren geschrieben am: 23.07.2011 von thoralb

Der Thriller von Chris Carter über einen Serienmörder in Los Angeles ist nichts für zarte Gemüter. Der Leser wird sofort ins Geschehen geworfen. Schon in der ersten Szene schildert der Autor das Handeln des unbekannten Täters mit ungeschönter Härte. Wer sich gerne das Geschehen eines Buches bildlich vorstellt, bekommt bei den gewählten Todesarten harte Kost serviert: Geköpft, gebraten, gestochen. Das sorgt für einen ordentlichen Schuss Grusel. Aber Carter beschränkt sich nicht auf Grausamkeiten.

Mit Robert Hunter und Carlos Garcia ermittelt ein klassisches Team: Der routinierte und erfahrene Mordermittler Hunter und der jüngere, ehrgeizige Garcia, der sich bis ins Morddezernat hochgearbeitet hat. Es erinnert an Sherlock Holmes, wenn Hunter den Tathergang mittels der vorhandenen Spuren rekonstruiert. Sonst hat der Detective aus Los Angeles jedoch wenig gemeinsam mit Holmes. Er ist eher ein Freund direkter Worte als ein Gentleman.
Ergänzt werden die beiden durch Hopkins, der ihnen als Neuling assistieren darf. Die Rolle des strengen Chefs, der aber immer hinter seinen Leuten steht, kommt einer Frau zu: Captain Barbara Blake. Im Team arbeiten sie sich an den Täter über dessen Vergangenheit heran. Erzählt wird die Geschichte eher aus der Perspektive der Ermittler. Durch immer neue Wendungen bleibt die Handlung unvorhersehbar.

Die Geschichte nimmt von der ersten Zeile an Fahrt auf und – erfreulich! – Carter hält das Tempo bis zum Schluss. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite.

Sogar einen kleinen Ausflug ins Übersinnliche unternimmt der Autor: Das Mädchen Mollie sieht das Handeln des Täters in ihren Visionen. Aber dies wird nur als Nebenhandlung erzählt. Die Geschichte wird auf diese Weise bereichert, ohne ins Unglaubwürdige abzudriften.

Hunter und sein Team jagen den „Vollstrecker“, wie der Mörder von der Presse genannt wird. Nebenbei wird ein weiterer Serienmörder erwähnt, der sein Unwesen in Los Angeles treibt. Sein Name: Der Slasher. Unweigerlich fragt sich der Leser, ob dieser noch eine Rolle spielen wird. Aber das wird hier natürlich nicht verraten.

Geschickt verwebt Carter die verschiedenen Figuren und Handlungsebenen zu einer fesselnden Geschichte. Mit „Der Vollstrecker“ bietet er gute und routinierte Thriller-Kost im besten Sinne mit einem Schuss Grusel. Hervorragende Unterhaltung!


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4 weitere Stimmen zum Buch

1

bewertung von noskinnybitch:

Auch schon der Vorgänger von "Der Vollstrecker" hat mich extrem geschockt, aber in guter Hinsicht. Ich bin ein sehr großer Fan von spannenden und ekligen Büchern. Und genau das hat "Der Vollstrecker" hiermit erfüllt. Man muss "Der Kruzifix-Killer" übrigens vor dem zweiten Buch nicht gelesen haben!

In diesem Buch geht es um einen kranken Killer, der die Ängste seiner Opfer auf die Probe stellt, sie damit quält, so dass sie schließlich zu Tode geängstigt bzw gequält werden. Man wird als Leser durch jeden einzelnen Akt durchgeschleift und erfährt sehr viel Angst, Blut und Schrecken. Alles wird sehr genau und detalliert beschrieben, damit man es bildlich vor Augen hat. Und genau das fesselte mich beim Lesen und brachte mich dazu, das Buch erst gar nicht aus der Hand zu legen.

Kurzum, ich empfehle das Buch jedem, der auf genau diesen Schreibstil und auf blutige Thriller steht.

verfasst am 31.08.2011

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2

bewertung von anyways:

Ihr zweiter Fall bringt Detective Robert Hunter und seinen Partner Carlos Garcia wieder mit dem Abschaum menschlichen Lebens zusammen. Ein unheimlich sadistischer Mörder tötet anscheinend wahllos Personen die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber nicht nur dies , sind doch auch die Tötungsmethoden jedes Mal gänzlich anders. Nur eins haben sie gemeinsam, sie sind brutal, widerwärtig und wurden so in der Öffentlichkeit noch nie praktiziert. Stutzig machen beide Ermittler, dass das erste Opfer von genauso einem Tod wieder und wieder geträumt hat. Doch wer hat davon gewusst? Auch die Tagebücher des Toten helfen nicht weiter und dann geschieht der zweite Mord, und der ist fast noch grausamer als der erste. Hunter und Garcia läuft die Zeit davon, die Öffentlichkeit, ihre neue Vorgesetzte und der Bürgermeister verlangen baldige Aufklärung. Unverhofft bekommen sie Hilfe, von einem Medium…eine Hilfe die beide im ersten Augenblick mehr als skeptisch gegenüber stehen. Kann die junge Frau ihnen helfen oder lockt sie sie sogar auf eine falsche Fährte?

Chris Carter beweist auch mit seinem zweiten Buch wahre Thriller Qualitäten. Ein Pageturner der nichts für schwache Nerven ist. Denn eins haben die Werke des Autors gemeinsam sie sind brutal, blutig und eigentlich auch abscheulich. Man muss diese Art von Lektüre schon mögen. Eine Story die gut verpackt ist, deren Spannungsbögen an der richtigen Stelle sitzen und die verschiedene, nicht alle sind leicht vorherzusehen, Wendungen aufweist. Warnhinweis:“ Nicht vorm Schlafengehen lesen“.

verfasst am 08.02.2012

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3

bewertung von KimVi:

Wenn Detective Robert Hunter und sein Partner Carlos Garcia an einen Tatort gerufen werden, dann kann man davon ausgehen, dass es sich um keinen normalen Einsatz handelt. Denn die beiden ermitteln gewöhnlich bei Serienmördern oder besonders schweren Mord- oder Gewaltverbrechen. Wenige Tage vor Weihnachten wird in einer kleinen Kirche ein brutal ermordeter Priester aufgefunden. Von seinem Kopf fehlt jede Spur, stattdessen nimmt ein Hundekopf den Platz ein. Dieser Anblick lässt selbst den erfahrenen Ermittlern das Blut in den Adern gefrieren. Auf der Brust des Toten wird wenig später die mit Blut geschriebenen Zahl Drei entdeckt. Haben Hunter und Garcia es mit einem wahnsinnigen Serienkiller zu tun? Schon bald stellt sich heraus, dass der Priester seit Jahren von einem wiederkehrenden Albtraum heimgesucht wurde, in dem er enthauptet und sein Kopf von einem Hundekopf ersetzt wurde. Wenig später scheint der gleiche Täter erneut zuzuschlagen, denn eine Frau, die wahnsinnige Angst vor Feuer hatte, wird regelrecht durchgeschmort und entsetzlich verbrannt aufgefunden. Woher kennt der Täter die geheimen Ängste seiner Opfer und warum lässt er sie Wirklichkeit werden?

Meine Meinung

"Der Vollstrecker" ist nach "Der Kruzifix-Killer" der zweite Fall, in dem Robert Hunter und Carlos Garcia ermitteln. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man sie durchaus unabhängig voneinander lesen. Um der Weiterentwicklung des Teams und den privaten und beruflichen Nebenhandlungen problemlos zu folgen, empfiehlt sich, wie bei jeder Bücherserie, die Einhaltung der Reihenfolge.

Bei diesem Thriller gibt es keine langsame Eingewöhnungsphase. Er startet bereits mit hohem Tempo, da man dem Mörder sofort dabei über die Schulter schaut, wie er eines seiner Opfer quält und dafür sorgt, dass die schlimmsten Albträume des Todeskanditaten grausame Realität werden. Die Identität des Killers wird dabei nicht gelüftet, man merkt allerdings sofort, dass man es mit einem eiskalten Menschen zu tun hat, der die Ängste seiner Opfer genießt. Aufgrund der detaillierten Beschreibungen der Folterszenen und der grausam zugerichteten Leichen, dürfte dieser Thriller eher für hartgesottene Genre-Liebhaber geeignet sein.



Hunter und Garcia wirken auch in diesem Band wieder sehr sympathisch. Obwohl die beiden hochintelligent sind und zu den besten ihres Fachs zählen, hat man nicht den Eindruck, dass sie zu sehr von sich eingenommen sind. Die beiden müssen sich in diesem Band an ihre neue Vorgesetzte gewöhnen. Auch dieser Teil der Handlung ist interessant und lässt die entsprechenden Charaktere glaubhaft und lebendig wirken. Täter, Opfer und weitere Nebencharaktere füllen die Story mit Leben. Es fällt leicht, sich auf die unterschiedlichen Protagonisten einzustellen.

Aufgrund des spannenden Einstiegs ist man sofort mitten im Geschehen. Genau wie die beiden Ermittler, steht man vor dem Rätsel, woher der Killer die geheimen Ängste seiner Opfer kennt und warum er ausgerechnet diese Personen auswählt. Man beobachtet das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven und schaut dabei sowohl dem Täter, als auch den späteren Opfern über die Schulter. Außerdem bekommt man einen umfangreichen Einblick in die Ermittlungen. Chris Carters Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar, sodass man förmlich über die Seiten fliegt. Es gelingt ihm dabei mühelos falsche Fährten auszulegen, denen man nur allzu bereitwillig folgt. Die Jagd nach dem brutalen Serienkiller sorgt deshalb für Hochspannung und Nervenkitzel. Da Chris Carter seinen Thriller in relativ kurze Kapitel unterteilt, die meist an spannenden Stellen enden, fällt es schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Man gerät in den Sog der blutigen Ereignisse und kann den Fall erst zu den Akten legen, sobald man den Täter und sein Motiv kennt.

Ich vergebe begeisterte fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung für Genre-Liebhaber, die vor grausamen und blutigen Folterszenen nicht zurückschrecken. Mir hat dieser Band deutlich besser gefallen, als der erste Fall der beiden Ermittler und deshalb freue ich mich schon sehr auf die bereits angekündigte Fortsetzung "Der Knochenbrecher".

verfasst am 18.02.2012

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4

bewertung von beedy:

Vorsicht, bei dem was du tust!

Inhalt:

Hunter und Garcia bestreiten gemeinsam ihren zweiten Fall der es in sich hat. In einer Kirche wird ein Priester tot aufgefunden. Anstatt seinem Kopf wurde ihm ein Hundekopf aufgesetzt. Die Detectives beginnen im Leben des Priesters zu stöbern, doch wenig später taucht eine grausig entstellte Leiche in einer Luxusvilla auf. Der Mörder scheint Spaß an diversen Foltermethoden zu hegen und seine Opfer müssen fürchterlich leiden. Die Presse gibt ihm dem Namen Vollstrecker und stürzt sich sensationsgeil auf die Story.

Nach und nach kommt Hunter der Lösung ein Stück näher und plötzlich meldet sich ein junges Mädchen namens Monica, die etwas gesehen hat. Ihre Angaben sind nur vage aber dafür umso intensiver.

Meine Meinung:

Auch im zweiten Teil schaffen es Hunter und Garcia, dass ich mich von der Welt abschotte und nur lese was das Zeug hält. Für mich präsentiert sich die Handlung spannend und sie zieht mich in ihren Bann. Nicht zuletzt, da man im Dunkeln tappt, wieso und weshalb der Mörder tut, was er tut.

Die Morde sind mal wieder sehr blutrünstig und sicher nicht auf flauem Magen geeignet. Carter schafft es etwas Neuartiges zu präsentieren ohne dabei auf die Splatter-Schiene aufzuspringen. Die Auflösung kommt aber dann wieder ganz menschlich daher und versucht nicht reißerisch zu wirken.

Die Story schreitet schnell voran, auch wenn nichts passiert hat man den Eindruck nicht auf der Stelle zu treten und meine Aufmerksamkeit war immer voll und ganz gegeben. Dies ist wahrscheinlich auch dem flüssigen Stil zu verdanken.

In dem Buch bekommen Hunter und Garcia auch einen neuen Vorgesetzten, und ein leicht strengerer Wind bläst nun durch die heiligen Polizeihallen. Hunter lässt sich davon aber nicht in das Boxhorn jagen und zieht sein Ding durch. Er präsentiert sich scharfsinnig in seinem Fall und auch verständnisvoll gegenüber Monica. Ein kleiner Einblick wird uns in sein Leben als Kind gewährt, aber ansonsten erfährt man nicht allzu viel über ihn und seinen Partner. Da die Geschichte aber schnell voranschreitet, stört mich diese Tatsache überhaupt nicht, da ich auch nicht sagen kann, dass die Personen blass sind. Es ist eben eine gute Mischung aus Persönlichkeit und Handlung der Personen.

Ich bin mit dem Buch echt zufrieden und sehe ihn als würdigen Nachfolger. Auch die neue Seite, die Carter in seinem Buch einfließen lässt wirkt auf mich nicht störend und kann mich überzeugen. Man merkt, dass sich der Autor die Sache gut überlegt hat und deshalb wirkt die Geschichte auch nicht konstruiert. Jeder der neugierig geworden ist, dem kann ich nur empfehlen, das Buch zu lesen.

verfasst am 11.04.2012

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