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Curia

autor

Caplan, Oscar

gesamtwertung: 1.5/5

verlag

Piper

jahr

2011

2 bewertungen

isbn

3492259448

836 x gelesen

genre

Thriller

kommentare (1)

Jetzt selbst kommentieren geschrieben am: 16.05.2011 von anyways

Der Kardinal Archivar der Vatikanstadt, Vanko St. Pierre, gelangt eine merkwürdige Kopie eines alten Pergaments aus dem 15. Jahrhundert in die Hände. Dort schreibt ein italienischer Edelmann am Hofe der Medici von einem geheimnisvollen Pergament und einer wertvollen Substanz die man aus Gold gewinnen kann. Da das Pergament die Standhaftigkeit des christlichen, muslimischen und jüdischen Glaubens in seinen Grundfesten erschüttern könnte, bittet Vanko um eine Audienz beim Papst. Nach einem Vorgespräch mit dem Präfekten wird er auf einer verlassenen Strasse überfahren. Seinem Bruder Theo St. Pierre wird nach Sichtung der Hinterlassenschaften des Verstorbenen klar, das es sich keineswegs um einen Unfall handeln kann. Die Notizen Vankos, die indirekt Bezug auf die beiden Geheimnisse nehmen, veranlassen Vanko dessen Tod aufzuklären.

Selten bin ich, nach einer durchaus spannenden LP und einem interessanten Klappentext, von einem Buch mehr enttäuscht worden.

Ich weiß gar nicht wo ich zuerst anfangen soll! Ich empfand den Schreibstil leicht überheblich, ähnlich der Charaktereigenschaften des Protagonisten. In jedem größeren Abschnitt wurde entweder mit der Kirche oder mit deren Oberhaupt abgerechnet weit über das Maß das dem Protagonisten zugestanden hätte. Mir schien es eher wie eine Persönliche Abrechnung des Autors mit der Institution Kirche.

Die Figur des so brillanten Archäologen und Ägyptologen ist komplett unglaubwürdig in Bezug auf seine Arbeit, statt Kulturgut zu schützen und dementsprechend zu bergen, hat er weder Skrupel dieses zu zerstören noch als Diebesgut zu veräußern. Er benimmt sich wie der sprichwörtliche Grabräuber. Insgesamt ist er arrogant, introvertiert, überheblich und in seinen Ansichten schlichtweg unsympathisch. Er erfreut sich am Leben der einfachen Leute, die die Pariser Cafes des Nachts bevölkern, gerade so als sei er der letzte Retter dieser Erde!

Nach den ersten 100 Seiten wollte ich das Buch zur Seite legen, da mir der alleinige Anspruch des Autors solch Bestseller wie z. Bsp: „Sakrileg“, mit allen Mitteln zu übertrumpfen definitiv nicht genügt. Meines Erachtens bringt es nichts, eine Verschwörungstheorie, die so muss ich zugeben durchaus spannend hätte werden können, zu entwickeln in der wirklich sämtlichen Geheimbünden der westlichen Welt ein derart großer Platz eingeräumt wird, noch ist es zuviel des Guten mehr als ein Rätsel lösen zu wollen, zumal mehrere Personen dran beteiligt sind. Dem sprichwörtlich roten Faden der Erzählung als Leser folgen zu wollen fällt oft schwer. Auch verstehe ich unter einem Thriller viel Spannung und Nervenkitzel beides sucht man in diesem Buch vergeblich.

Aber ich habe mich „durchgekämpft“, in der Hoffnung auf ein schlüssiges Ende. Weit gefehlt statt einer logischen Erklärung versucht sich Caplan zum Schluss noch in Quantenphysik und das Ende ist einfach nur phänomenal banal.


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1 weitere Stimme zum Buch

1

bewertung von Themistokeles:

Inhalt: Zu Beginn kommt der Kardinal Vanco St. Pierre bei einem Autounfall zu Tode, welcher den Eindruck erweckt, als sei es eigentlich kein Unfall gewesen, sondern ein geplanter Anschlag auf den Kardinal. Dieser war zudem im Geheimarchiv des Vatikans als Kardinal-Archivar tätig und hatte dort Schriften gefunden, welche die gesamte Glaubwürdigkeit der Bibel in Frage stellen würden. Da der Kardinal damit gerechnet hatte, dass ihm dieses Wissen gefährlich werden könnte, hatte er die Schriften aus dem Geheimarchiv entfernt und sie zusammen mit eigenen Notizen einem Notar zukommen lassen. Von diesem erhält Vancos Bruder Théo die Schriften, welcher als Kurator der ägyptischen Abteilung im Louvre tätig ist. Laut dem Inhalt der Schriften, dass der Exodus der Bibel nicht stattgefunden hat bzw. nicht so wie er dargestellt wird und den eigentümlichen Todesumständen seines Bruders macht sich sich Théo auf die Suche nach den Verwantwortlichen.

Während seiner Suche muss Théo sein Wissen zudem mit einige Personen, unter diesen eine Psychoanalytikern, ein Meisterdieb, ein Kunstsammler befinden, teilen, da er ohne deren Hilfe nicht weiter gekommen wäre.

Zudem werden Théo und den anderen, die er um Hilfe bittet, viele unterschiedliche Probleme in den Weg gestellt, da zum einen der Opus Dei, die Füherer der Religionen und noch eine weitere unbekannte Gruppe verhinern wollen, dass Théo dem Geheimnis der Schriften und was genau dahinter verborgen ist, näher kommt.



Meinung: Ich muss ehrlich zugeben, dass ich den Roman ziemlich genial finde. Zum einen interessiere ich mich sehr für Geschichte sowie zum anderen für Chmie und Physik und wenn man diese Interessengebiete, mit den Handlungen und Informationen im Roman vergleicht, wird man schnell feststellen, dass sich da eine sehr starke Kongruenz ergibt. Außerdem gefällt mir die Art wie die Sachen dargestellt sind sehr gut. Ich kann mir zwar auch vorstellen, dass Leuten, die nicht so sehr an den geschichtlichen Hintergründen und solcherlei Dingen interessiert sind, die Informationen innerhalb dieses Romans zu viel werden könnten, da sie doch sehr häufig und dann auch in recht großer Menge auftreten. Mir aber hat grade das sehr gut gefallen und ich finde auch nicht, dass es den Roman in irgendeiner Weise zu sehr ausgebremst hätte.

Zudem haben mir viele der Charaktere ziemlich gut gefallen und ich muss zugeben, dass ich sie weder zu wenig ausgestaltet finde, noch dass es mir zu viele waren, denn es kamen eigentlich nur wenig Hauptcharaktere vor und selten ein paar Nebencharaktere. Auch muss ich sagen, dass mir die Art des Kapitelaufbaus und die kleineren Rückblicke zu der Zeit Echnatons, so wie sie in die Geschichte eingestreut waren ziemlich gut gefallen haben. Außerdem ist es so, dass die Spannungsbögen auf ihre Art ziemlich gut gemacht waren und auch die gesamte Atmosphäre des Romans sehr gut war. Zudem fand ich den zunächst gar nicht erwarteten physikalischen und chemischen Aspekt, den der Roman noch hatte ziemlich genial gemacht. Zumal durch diese vielen Kleinigkeiten der kirchliche Aspekt nicht zu überragend war im Gegensatz zur restlichen geschichte, da dies sonst in vielen Romanen dieser Art ziemlich häufig vorkommt, dass dieser Aspekt zu sehr hochgehoben wird.

Also alles in allem muss ich sagen, dass dieser Roman bestimmt nichts für jemanden ist, der sich nicht auch ein kleines bisschen für die historischen Dinge oder andere wissenschaftliche Aspekte interessiert und auch Menschen, die nicht viel Wissen auf einmal und das auch noch in Bezug einer Geschichte aufnehmen können, werden ein Problem mit diesem Roman bekommen. Jedoch ist es für geschichtlich und wissenschaftlich interessierte Menschen, die dieses Wissen in eine Geschichte verpackt gut finden, ein sehr geniales Werk und auch zudem verdammt informativ.

verfasst am 07.11.2011

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