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Das Schweigen der Toten

autor

Ritter, Todd

gesamtwertung: 1.5/5

verlag

rororo

jahr

2011

3 bewertungen

isbn

349925588X

1067 x gelesen

genre

Thriller

kommentare (2)

Jetzt selbst kommentieren geschrieben am: 08.03.2011 von KimVi

Perry Hollow ist eine typische amerikanische Kleinstadt. Kat Campbell ist der weibliche Sheriff in dem beschaulichen Örtchen. Besonders aufregend ist ihr Job nicht, denn von Gewaltverbrechen liest man hier nur in Zeitungen. Doch plötzlich geschieht das Unfassbare: Am Straßenrand wird eine Holzkiste gefunden. Beim Öffnen entdeckt Kat Campbell darin die sterblichen Überreste von George Winnick. Die Lippen der Leiche sind zugenäht und der Körper ausgeblutet. Kat erkennt schnell, dass dieser Fall eine Nummer zu groß für sie ist und fordert Verstärkung an. Lieutenant Nick Donnely trifft mit seinem Team vor Ort ein und übernimmt die Ermittlungen. Henry Goll erscheint aufgeregt bei der Polizei. Er bearbeitet bei der ansässigen Tageszeitung die Nachrufe und wurde per Fax über den Tod von George Winnick benachrichtigt. Eigentlich ist das ein ganz normaler Arbeitsvorgang für ihn, doch das Fax wurde bereits vor dem Tod von Winnick abgeschickt. Nick Donnely und Kat Campbell ermitteln fieberhaft in alle Richtungen. Da erreicht Henry Goll ein weitere Traueranzeige per Fax. Der angegebene Todeszeitpunkt ist in einer halben Stunde. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.....

Meine Meinung

Der Thriller startet mit einem spannenden Prolog. Hier erlebt man die letzten, grausamen Eindrücke eines Mannes. Man befindet sich somit, ohne jegliche Eingewöhnungsphase, sofort mitten im Geschehen. Der weitere Verlauf der Handlung ist in drei Hauptteile ( März, Juli und Oktober) gegliedert. Diese Abschnitte sind nochmals in einzelne Kapitel unterteilt.

Der Einstieg in den Thriller gelingt durch den fesselnden Prolog mühelos. Die aufgebaute Spannung kann recht lange gehalten werden. Doch leider gibt es im Mittelteil einige Längen, die den Lesefluss stören. Zum Ende hin nimmt die Handlung allerdings wieder deutlich an Fahrt auf, sodass man für die langatmigen Szenen entschädigt wird. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und insgesamt gesehen angenehm lesbar. Man darf sich allerdings nicht an den sehr detaillierten Schilderungen der Einbalsamierung von Leichen stören. Denn hier beschreibt der Autor die Vorgehensweise ausführlich und erspart dem Leser dabei keine noch so unangenehme Einzelheit. Dafür ist das Blut, das laut Pressestimmen aus diesem Debüt trieft, eher spärlich gesät. Auf den finalen Showdown mag diese Redewendung zutreffen, doch insgesamt gesehen, haben andere Genrevertreter in dieser Hinsicht mehr zu bieten.

Es gelingt dem Autor hervorragend, die beschauliche Atmosphäre des Ortes zu beschreiben und diese an den Leser zu vermitteln. Dadurch wird das lähmende Entsetzen, das die Bewohner des kleinen Städtchens bereits beim ersten Mord befällt, nachvollziehbar. Die Charaktere dieser Erzählung sind facettenreich und wirken lebendig. Allerdings wirkt die Vielzahl der schweren Schicksale, die die Hauptakteure in ihrer Vergangenheit erlitten haben, sehr klischeehaft und unglaubwürdig. Etwas weniger wäre hier deutlich mehr gewesen. Auf der Suche nach dem Täter geraten mehrere Verdächtige ins Visier der Ermittlungen. Obwohl routinierte Thrillerleser den Killer erahnen können, sorgen überraschende Wendungen dafür, dass man nicht ganz sicher sein kann. Die Spannung bleibt also, trotz Vorahnungen, erhalten.

Mein Fazit

Trotz der aufgeführten Kritikpunkte habe ich mich beim Lesen gut unterhalten und schwanke deshalb etwas in meiner Bewertung. Zu einer vier Sterne Bewertung kann ich mich, im direkten Vergleich mit anderen Genrevertretern, nicht durchringen. Denn dafür wurden, meiner Meinung nach, zu viele Klischees bedient. Dadurch wirkte die Handlung stellenweise unglaubwürdig und konstruiert. Deshalb vergebe ich "nur" drei Sterne.


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2 weitere Stimmen zum Buch

1

bewertung von bookorpc:

Das Erstlingswerk von Todd Ritter “Das Schweigen der Toten” enthält viele interessante Charakter mit Geheimnissen.

Inhalt: In Perry Hollow hat Chief Kat Campbell beide Hände voll zu tun, ein Lieferwagen mit Waffe ist verschwunden und eine Leiche in einem selbst gezimmerten Sarg wurde gefunden. Deren Anblick vergisst Kat nicht so schnell: zugenähter Mund, vernähter Halsschnitt und Pennys auf den Augen. Henry Goll von der Perry Hollow Gazette erhält einen Nachruf in dem der Todeszeitpunkt in der Zukunft liegt. Da dies keine alltägliche Ermittlung für Kat ist, bekommt sie Unterstützung durch die Landespolizei. Lieutenant Nick Donnelly und seinen Kollegen vom BCI erkennen parallelen zu dem Serienmörder, denn sie seit längeren verfolgen, aber auch einige Abweichungen.

Meine Meinung: Das Buch startet mit einem makaberen Prolog, aber anschließend folgen unterhaltsame Ermittlungsarbeiten in verschiedene Richtungen und mit einigen Irrwegen. Erst zum Ende des Buches gibt es erneut einen actionreichen blutigen Höhepunkt. Die Ermittler Kat und Nick sind sympathisch und man erfährt einiges über deren Privatleben und Geheimnisse. Am interessantesten fand ich Henry, da er im Laufe des Buches eine immer mehr tragende Rolle erhält.

Fazit: Ein spannender Thriller, mit interessanten Charakteren, die alle mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen haben.

verfasst am 02.05.2011

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2

bewertung von Themistokeles:

Inhalt: In der Kleinstadt Perry Hollow wird am Straßenrand eine Kiste aufgefunden, die große Ähnlichkeit mit einem Sarg aufweist. Als Sheriff Kat Campbell am Fundort eintrifft, muss sie schnell feststellen, dass die Ähnlichkeit nicht nur äußerlich ist, denn in der Kiste befindet sich ein Bürger ihrer Stadt, tot, blutleer und mit zugenähten Lippen sowie einer genähten Wunde am Hals.

Zudem erhält Henry Groll, der bei der Lokalzeitung für die Nachrufte verantwortlich ist und sich nie groß Freunde in der Stadt gesucht hat und lieber für sich allein gelebt hat, ein Fax auf dem die Todeszeit des Ermordeten angegeben ist. Nur wurde das Fax schon eine halbe Stunde vor der angegebenen Todeszeit verschickt.

Die Fahndung nach dem Mörder läuft ab diesem Punkt auf Hochtouren, denn die Angst vor einem weiteren Mord ist groß und einen solchen will Sheriff Kat Campbell um jeden Preis verhindern.

Meinung: Die Handlung dieses Thrillers weicht nicht wirklich von der anderer Thriller ab und auch die Mordmethoden, noch die Auswahl der Opfer oder das Motiv des Mörders sind etwas besonderes. Von daher handelt es sich auf keinen Fall um ein überragendes oder überraschendes Werk, da man weder besonders dazu verleitet wird Ekel oder Angst zu empfinden, wie Thriller es oft versuchen heraufzubeschwören, noch etwas vollkommen unerwartetes passiert. Jedoch erhält man einen grundsoliden Thriller.

Die Charaktere entsprechen stark dem Bild, das aktuelle in Thriller vorherrscht: Irgendeine traumatische bzw. schreckliche Erfahrung in der Vergangenheit liegt, sowohl auch bei den Polizisten und anderen wichtigen Charakteren vor und nicht ausschließlich beim Mörder. Insgesamt sind die Charaktere nicht vollkommen flach, jedoch auch nicht plastisch genug, um sie als real zu empfinden. Insbesondere, was die Gegenwart der Charaktere anbelangt trifft diese Tatsache zu, da die Vergangenheit meist recht ausgearbeitet ist.

Überrascht hat mich, dass ich jedoch ehrlich sehr lange vom falschen Täter ausgegangen bin und das bis sehr kurz vor der Auflösung, auch wenn ich von der Richtung her schon sehr gut lag.

Alles in allem also ein ordentlicher Thriller, auch wenn das Ende in meinen Augen nicht ganz stimmig und er nicht viel neues zu bieten hat.

verfasst am 20.12.2011

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