Zurück zur Homepage

Lovergirl. Meine erotischen Tagebücher

autor

Schweitzer, Dahlia

gesamtwertung: 1.5/5

verlag

Heyne

jahr

2007

1 bewertung

isbn

3453675266

866 x gelesen

genre

(Auto-)Biographie

kommentare (0)

Jetzt selbst kommentieren geschrieben am: 05.10.2010 von Florian Hilleberg

Dahlia Schweitzer beschreibt ihren Werdegang von der einfachen Stripperin bis hin zu einem begehrten Callgirl New Yorks. Ein Tagebuch, dass schonungslos offen legt, wie eine junge unbedarfte Frau in der amerikanischen Sexindustrie Karriere macht.

Unter dem Label „Heyne Hardcore“ sollen Bücher erscheinen, deren Inhalte „Aufsehen erregen“ und Themen behandeln, die für das normale Buchprogramm zu heikel sind. Entweder wegen detaillierter und ausschweifender Gewaltbeschreibungen oder anstößigen Erotikszenen. Natürlich ist ein derartiges Prädikat äußerst verkaufswirksam, und daher verwundert es kaum, wenn Bücher in der Reihe erscheinen, die auch nicht skandalöser sind wie jeder herkömmliche Erotik- oder Horror-Roman. Auch Dahlia Schweitzers erotische Tagebücher sind vergleichsweise harmlos und durchaus stilvoll geschrieben worden. Die junge Dahlia ist eine naive, junge Frau, die in der Sexindustrie eine Chance wittert, um eine Menge Geld zu verdienen, damit sie sich ihre Wünsche erfüllen kann. Dabei bedient sich der Erotikstar einer offenen, drastischen Ausdrucksweise, die allerdings nie ins Schmuddelige abdriftet. Bisweilen klingt Schweitzer zwar ein wenig zu abgebrüht, offenbart aber gleichzeitig auch eine erstaunliche Fähigkeit zur Selbstreflexion. Dahlia Schweitzer ist nicht das typische Lovergirl, dass ohne nachzudenken die Beine breit macht und grinsend verkündet, dass ihr Sex nun mal Spaß macht. Sie nimmt die verhaltenen Reaktionen ihrer Umwelt bewusst war, hinterfragt, was Frauen dazu bewegt, derartige Jobs anzunehmen und Männer sich solcher Angebote zu bedienen. Besonders interessant ist zu lesen, wie sich Dahlia neue Betätigungsfelder in der Sexindustrie sucht und beispielsweise Bewerbungsgespräche mit Agenturen führt, die Callgirls vermitteln. Im Innenteil gibt es acht Hochglanzseiten mit kunstvollen Schwarzweißfotografien aus den Archiven der Autorin und zeigt die Protagonistin und Verfasserin des Buches bei der Vorbereitung ihrer Tätigkeit als Prostituierte. Ein spannend geschriebener Erfahrungsbericht, der allerdings nicht sonderlich erotisch ist.

Auch für das Cover hat sich Dahlia Schweitzer eines Fotos von sich unter der Dusche bedient. Eine einfach, aber wirkungsvolle Aufmachung. Das Foto ist zusammen mit fünfzehn ähnlichen Aufnahmen im Innenteil noch einmal abgebildet worden.

Fazit:
Dahlia Schweitzer beschreibt offen und ehrlich ihre Karriere im Sexgeschäft. Manchmal sehr unterhaltsam und bisweilen auch nachdenklich stimmend. Erregend oder erotisch sind die Texte hingegen nur ansatzweise.


Weitere Rezensionen finden Sie bei Amazon.


hier klicken, um dieses buch selbst zu rezensieren!

weitere rezensionen suchen buch ebenfalls rezensieren

Der weiße Tiger

Geschrieben am: 09.08.2008

Rezensent: Miranda

Fulminant und aufregend wird der erste Roman des Inders Aravind Adiga in einschlägigen Rezensionen ( FAZ ) gefeiert. In der Tat kann man sich dem Lob nur anschließen!

Balram, Synonym für < der weiße Tiger >, kommt aus einem kleinen indischen Dorf, in dem primitivste Lebensbedingungen herrsch ... » weiterlesen.

kommentare (1)

weitere zufallsrezensionen

Ich, mein Vater und die Frau seines Lebens

Geschrieben am: 17.08.2013

Rezensent: kvel

Tom ist ein eher ängstlicher Typ. Seinem Sohn Paul dagegen ist keine Herausforderung zu groß. Nun ist eine neue Nachbarin eingezogen: die taffe Majorina. Sie hat außerdem eine neue Fernseh-Show initiiert, in der der Mutigste gewinnt. Nun ist der Plan, dass Tom diese Show gewinnen und somit das Herz ... » weiterlesen.

kommentare (1)

weitere beliebte rezensionen

Triumph des Himmels

Geschrieben am: 15.04.2014

Rezensent: Michael Lehmann-Pape

Überzeugendes Flair mit überzeugenden Figuren

„Sechzig Pferdestärken, acht Zylinder, vier Liter Hubraum, Allradantrieb. Man sah es ihm nicht an, dem Horch 10“. Unscheinbar kommt er daher, ein Wolf im Schafspelz, der Wagen. Und bildet die wohl letzte Hoffnung für Otto von Braunlage. Der hart d ... » weiterlesen.

kommentare (0)

weitere neue rezensionen