Titel: Headhunter
AutorNesbo, Jo
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Jahr: 2010
ISBN: 3548280455
Genre: Thriller


Gesamtwertung:

2 Bewertungen
74 mal gelesen
Headhunter
Nesbo, Jo   (Weitere Rezensionen von diesem Autor)22.07.2010
rezensiert von: Sabrina W.Wertung: 4.5 Sterne

In seinem neuesten Thriller schafft Jo Nesbo es auf Anhieb den Leser in seinen Bann zu ziehen.

Roger Brown, einer der am meisten angesehen Headhunter der Stadt, ist auch von sich selbst dermaßen überzeugt, dass er zunächst gar nicht bemerkt, ein welche Falle er getreten ist. Brown ist einer der Headhunter, der seinen Kunden einen Kandidaten vorstellt und niemals eine Niederlage einstecken muss. Er ist derjenige, der die Kandidaten für einen Job aussucht und dem Kunden keine andere Wahl lässt, als sich für seinen Kandidaten zu entscheiden.

Mit seinen FBI Methoden gelingt es ihm immer, die Anwärter für einen Job genauestens unter die Lupe zum nehmen, ohne dass diese etwas davon bemerken. So gelingt es ihm auch immer wieder, ganz unterschwellig in deren Privatleben zu schnüffeln und neben seinem Job als Headhunter auch noch ganz nebenbei wichtige Kunstwerke aus den Wohnungen der jeweiligen Bewerber zu stehlen. Doch eines Tages werden ihm die Fäden aus der Hand gezogen und er läuft Gefahr, das Wichtigste in seinem Leben aufs Spiel zu setzen…

Dies ist der erste Titel den ich von Jo Nesbo gelesen habe und er hat mich vollkommen fasziniert. Am Ende jeden Kapitels wird eine derart große Spannung aufgebaut, dass einem gar nichts anderes übrig bleibt als weiter zu lesen. Die Story ist sehr fesselnd und nimmt immer wieder ungeahnte Wendungen, die von Nesbo’s genialem Schreibstil zeugen. Dieses Buch war für mich ein Anlass, direkt nach weiteren Titeln von Nesbo Ausschau zu halten!

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Kommentare:

1     Bewertung: 4 Sterne
Ein fesselnder Thriller

Ich hatte das Glück als einer der Vorableser gezogen zu werden, um diesen Thriller exklusiv vor erscheinen lesen zu dürfen. Leider machte dann der Verlag einen Strich durch die Rechnung, sodass ich das Buch erst erhielt, als es schon in den Regalen stand.

Trotzdem habe ich mich natürlich darüber gefreut, ist es doch mein erster Nesbo-Roman!

Ich musste mich am Anfang erst in den Erzählstil und die Art und Weise wie Nesbo schreibt einfinden. Durch die vielen norwegischen Ortsnamen, Straßennamen, usw. ist das teilweise gar nicht so einfach. Als ich dann aber etwa ein Drittel des Buches gelesen hatte war ich voll drin und kam sehr gut zurecht.

Im ersten Moment, und das hat auch die Leseprobe vermittelt, vermutet man hinter Headhunter einen Wirtschaftsthriller. Jedem den dieser Thriller nur aufgrund dieser Tatsache interessiert, sei gesagt, dass es keiner ist. Roger Brown ist zwar Headhunter aber das ist mit einer der einzigen Punkte an denen das Buch das Wirtschaftsleben tangiert. Okay ganz am Schluss bei Aufklärung der Geschichte erneut, aber von einem Wirtschaftsthriller im klassischen Sinne kann man nicht reden.

Abgesehen davon ist das Buch klasse geschrieben. Nesbo erzählte aus der Ich-Perspektive, sodass man ein gutes Gefühl für Roger Brown bekommt und genug Raum für Vermutungen bei allen anderen Personen bleibt.

Roger macht im Laufe des Buches eine Wandlung durch. Vom intelligenten, berechnenden Headhunter, über den gehetzten Dieb, dessen Leben den Bach hinunter zu gehen scheint bis hin zum kaltblütigen und scharfsinnigen Rächer.

Ein sehr gutes Buch, dass man nach dem etwas langweiligen aber notwendigen Anfang einfach nicht mehr aus der Hand legen kann. Der Schluss ist dann so überraschend, dass ich verblüfft mehrmals zurückblättern und alte Passagen erneut lesen musste, um dieses „AHA“-Erlebnis zu haben. Ein wirklich geschickt ausgeklügelter Thriller mit vielen Wendungen, viel Spannung und einem gänzlich unerwarteten Ende.

Einen negativen Punkt möchte ich aber hier noch ansprechen:

Ich hasse es, wenn sich bei einem Buch beim lesen die Seiten lösen. Es stört mich schon, wenn es sich dabei um ein einziges Blatt handelt. Bei diesem Buch allerdings lösten sich fast die kompletten letzten 30 Seiten. Das finde ich sehr ärgerlich und damit hier eine böse Rüge an die Druckerei oder wer auch immer dafür verantwortlich sein sollte!
geschrieben von: ThrillerKiller22.07.2010


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