Zurück zur Homepage

Deutsche Literaturgeschichte

autor

Beutin, Wolfgang u.a.

gesamtwertung: 1.5/5

verlag

Metzler

jahr

2008

1 bewertung

isbn

3476022471

1093 x gelesen

genre

Sachbuch

kommentare (0)

Jetzt selbst kommentieren geschrieben am: 02.07.2010 von Michael Lehmann-Pape

Rundumblick

Die Literatur ist eines der Kennzeichen gerade der deutschen Kultur, das „Land der Dichter und Denker“, als Begriff geboren in der Weimarer Klassik, ist auch heute noch ein allgemein verbreiteter Aphorismus.

Die unendliche Vielfalt literarischen Schaffens vom Mittelalter bist (fast) zur Gegenwart zu sortieren, zeitgeschichtlichen Strömungen zuzuordnen und das Ganze in verständlicher Form darzustellen, dabei nicht die Entwicklungslinien und gegenseitigen Befruchtungen der Epochen und Autoren zu übersehen, dieser Aufgabe stellt sich das Übersichtswerk aus dem J.B.Metzler Verlag auf knapp 740 Seiten zuzüglich eines umfassenden Literaturverzeichnisses.

Beginnend im Mittelalter mit der Gattung des „Heldenliedes“ zieht sich der Bogen über Humanismus, Aufklärung, Klassik, Rationalismus, Moderne, Literatur im dritten Rich ebenso, wie außerhalb desselben im Exil bis zu neuesten Impulsen und Strömungen nach 1989.

Hierbei werden nicht nur Gattungen und herausragende Dichter- und Schriftstellerpersönlichkeiten charakterisiert und in ihrem Schaffen nachvollzogen, sondern ebenso richtet sich der Blick auf die je politische Zeitgeschichte und die dadurch entstehenden Einflüsse auf das literarische Schaffen, dass manches Mal Zeitenwenden vorwegnahm oder initiierte (Aufklärung), manches Mal politisches und gesellschaftliches Geschehen nachvollzog und in der Tiefe erläuterte (Literatur des Exils).

Die Qualität der literarischen Betrachtungen und die Darstellung der wesentlichen Schriftsteller ist, wenn auch nicht wirklich in die Tiefe gehend (verständlich bei diesem umfassenden Blick) verständlich und befriedigend, Auf den knapp 740 Seiten ist kaum intensiveres Innehalten möglich, eine Betrachtung Goethes oder Thomas Manns alleine würde bereits ohne Mühe das doppelte an Seiten füllen können.

In Bezug auf die jeweils flankierenden und erläuternden Betrachtungen der politischen und gesellschaftlichen Einflüsse fällt das Buch allerdings deutlich im Gehalt ab.
Der Ansatz des ersten Kapitels einer „skizzenhaften“ Darstellung gilt letztlich für das gesamte Buch. Einige sachliche Fehler historischer Zusammenhänge haben sich ebenfalls eingeschlichen.

Unklar bleibt zudem die Einordnung des Stils der Einschübe.
Sicher informativ und hier und da zum Verständnis literarischer Entwicklungen und Entwicklungen in den einzelnen Personen durchaus wichtig und notwendig (die Veränderungen Goethes vom Frühwerk hin zum Alterswerk geschahen ja nicht im luftleeren Raum und werden im Buch gut nachvollziehbar dargestellt, auch in der gegenseitigen Beziehung, dass Goethe selbst Einfluss nahm auf Denken und Ausrichtung seiner Zeit).

Andererseits stören manche Einschübe und Erläuterungen den Fluss des Lesens und bleiben in ihrem wirklichen Wert für die Darstellung des literarischen Schaffens eher indifferent.

Alles in allem ein durchaus guter und umfassender Überblick über die Entwicklung und die künstlerischen Epochen der deutschen Literaturgeschichte ebenso wie in der Betrachtung wichtige und wesentlicher Personen dieser Geschichte. Im Detail hier und da zu oberflächlich, vor allem im Blick auf die Darstellung und Einordnung historischer Zeitströmungen. oft informativ und erhellend, manchmal mit Fehlern versehen und hier und da eher überflüssig. In der hier vorliegenden 7. Auflage mit Erweiterungen im Blick auf die deutsche Literatur der Gegenwart (neue Frankfurter Schule u.a.).


Weitere Rezensionen finden Sie bei Amazon.


hier klicken, um dieses buch selbst zu rezensieren!

weitere rezensionen suchen buch ebenfalls rezensieren

Wer Wind sät

Geschrieben am: 12.05.2011

Rezensent: KimVi

Das Flugzeug, mit dem Kriminalkommissarin Pia Kirchhoff aus dem Urlaub zurückkehrt, landet mit erheblicher Verspätung. Noch am Flughafen wird sie telefonisch von ihrem Chef Oliver von Bodenstein kontaktiert. In einem Firmengebäude wurde die Leiche eines Nachtwächters gefunden. Da Bodenstein bei eine ... » weiterlesen.

kommentare (3)

weitere zufallsrezensionen

Der schwarze General

Geschrieben am: 23.09.2013

Rezensent: Michael Lehmann-Pape

Eine Biographie wie ein Roman

Ein ganz außerordentliches (nicht nur für seine Zeit) und „vielfaches“ Leben ist es, dass Tom Reiss in dieser Biographie nachvollzieht und für die er zu Recht in Stil und Inhalt den Pulitzerpreis dieses Jahres erhalten hat.

Das ein Schwarzer aus „Übersee“ ... » weiterlesen.

kommentare (0)

weitere beliebte rezensionen

Das Salz der Erde

Geschrieben am: 18.09.2014

Rezensent: Sabine Haustein

Die Handlung des historischen Romans findet in der fiktiven Stadt Varenne statt. Nach dem Tode seines Vaters übernimmt der junge Salzhändler Michel de Fleury das Geschäft. Doch die Stadt Varennes leidet unter einem korrupten Bischof und einem grausamen Ritter. In der Stadt reagiert Armut und Willkü ... » weiterlesen.

kommentare (0)

weitere neue rezensionen