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Die Nase

autor

Gogol, Nicolai W.

gesamtwertung: 0.5/5

verlag

Friedenauer Presse

jahr

2003

1 bewertung

isbn

3932109295

1975 x gelesen

genre

Klassiker

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Jetzt selbst kommentieren geschrieben am: 06.02.2004 von Paul Niemeyer

von Nikolaj Gogol

In Nikolaj Gogols "Die Nase" findet der Barbier Ivan Jakovlevic in seinem Frühstücksbrot die Nase eines seiner Kunden, des Kollegienassessor Kovalev ("Ein außerordentlich merkwürdiger Vorfall"), "es war eine Nase, eine richtige Nase! und noch dazu, wie ihm schien, eine bekannte Nase". Um allen Konflikten zu entgehen, wirft er die Nase in die Neva. Kovalev hat sich inzwischen auf die panische Suche nach seiner Nase begeben, die sich unerklärlicherweise zu einem Staatsrat gemausert hat. Beide begegnen sich, und das gilt als eine der Höhepunkte dieser seltsamen Geschichte, in der Kazaner Kathedrale, die sprechende Nase in Uniform, Kovalev sprachlos, "'Sie sind doch meine eigene Nase!' Die Nase musterte den Major und runzelte die Brauen. 'Sie irren, sehr geehrter Herr. Ich bin mir selbst genug. Außerdem kann es zwischen uns keinerlei engere Beziehungen geben. Nach den Knöpfen Ihrer Vizeuniform zu urteilen, müssen Sie in einem anderen Departement dienen.'"

Der eigentliche Höhepunkt der Erzählung ist sicher der Moment, in dem Kowaljow im Spiegel den Verlust seiner Nase bemerkt, "die Nase fehlte!".

Diese dreizehnte Eindeutschung des Goglschen Werkes bietet neben munteren Illustrationen (Aquarell und Radierungen von Horst Hussel) einen umfangreichen Kommentar über Entstehungs- und Wirkungsgeschichte der "Nase", außerdem bislang nicht übersetzte Entwürfe und das Vorwort der Erstveröffentlichung.

Die Aufmachung des Buches ist seine Stärke; der Text kann nicht anders als ein wenig origineller, unsinniger Scherz verstanden werden.


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