Zurück zur Homepage

Die Nase

autor

Gogol, Nicolai W.

gesamtwertung: 0.5/5

verlag

Friedenauer Presse

jahr

2003

1 bewertung

isbn

3932109295

2108 x gelesen

genre

Klassiker

kommentare (0)

Jetzt selbst kommentieren geschrieben am: 06.02.2004 von Paul Niemeyer

von Nikolaj Gogol

In Nikolaj Gogols "Die Nase" findet der Barbier Ivan Jakovlevic in seinem Frühstücksbrot die Nase eines seiner Kunden, des Kollegienassessor Kovalev ("Ein außerordentlich merkwürdiger Vorfall"), "es war eine Nase, eine richtige Nase! und noch dazu, wie ihm schien, eine bekannte Nase". Um allen Konflikten zu entgehen, wirft er die Nase in die Neva. Kovalev hat sich inzwischen auf die panische Suche nach seiner Nase begeben, die sich unerklärlicherweise zu einem Staatsrat gemausert hat. Beide begegnen sich, und das gilt als eine der Höhepunkte dieser seltsamen Geschichte, in der Kazaner Kathedrale, die sprechende Nase in Uniform, Kovalev sprachlos, "'Sie sind doch meine eigene Nase!' Die Nase musterte den Major und runzelte die Brauen. 'Sie irren, sehr geehrter Herr. Ich bin mir selbst genug. Außerdem kann es zwischen uns keinerlei engere Beziehungen geben. Nach den Knöpfen Ihrer Vizeuniform zu urteilen, müssen Sie in einem anderen Departement dienen.'"

Der eigentliche Höhepunkt der Erzählung ist sicher der Moment, in dem Kowaljow im Spiegel den Verlust seiner Nase bemerkt, "die Nase fehlte!".

Diese dreizehnte Eindeutschung des Goglschen Werkes bietet neben munteren Illustrationen (Aquarell und Radierungen von Horst Hussel) einen umfangreichen Kommentar über Entstehungs- und Wirkungsgeschichte der "Nase", außerdem bislang nicht übersetzte Entwürfe und das Vorwort der Erstveröffentlichung.

Die Aufmachung des Buches ist seine Stärke; der Text kann nicht anders als ein wenig origineller, unsinniger Scherz verstanden werden.


Weitere Rezensionen finden Sie bei Amazon.


hier klicken, um dieses buch selbst zu rezensieren!

weitere rezensionen suchen buch ebenfalls rezensieren

Die Hand Gottes und andere Tangos

Geschrieben am: 13.07.2010

Rezensent: Michael Lehmann-Pape

Maradonna und mehr

Bücher, vor allem Romane oder literarische Erzählungen um, über und zum Fußball, leiden oft entweder an pathetischen Überhöhungen Testosteron geladener Gladiatoren Romantik oder schlicht und einfach an einer massiven Portion Kitsch.
Der Professor der Geschichte und Sch ... » weiterlesen.

kommentare (0)

weitere zufallsrezensionen

Handbuch Kognitionswissenschaft

Geschrieben am: 21.11.2013

Rezensent: Michael Lehmann-Pape

Breite und fundierte Grundlage

Von den Ursprüngen der Kognitionswissenschaft bis zu den neueren Tendenzen, von den vielfachen Teildisziplinen über die Strukturen kognitiver Systeme hin zu einer sehr sorgfältigen und strukturierten Darstellung der kognitiven Leistungen reicht diese fundierte, ... » weiterlesen.

kommentare (0)

weitere beliebte rezensionen

Sag, dass Du mich liebst

Geschrieben am: 21.10.2014

Rezensent: Michael Lehmann-Pape

Mit langem Anlauf

Da kann eine leichte Ungeduld durchaus entstehen, wenn Joy Fielding über weite Strecken des Thrillers hin vor allem die innere Entwicklung ihrer Protagonistin, die Belastung, das Zweifeln an den eigenen Sinnen in den Vordergrund rückt.
So bedarf es bereits einhundert Seit ... » weiterlesen.

kommentare (0)

weitere neue rezensionen