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Von Nudeln und Nächten

autor

Gilg-Ludwig, Ruth

gesamtwertung: 0.5/5

verlag

Frieling

jahr

2003

1 bewertung

isbn

3828019048

1898 x gelesen

genre

Erzählungen

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Jetzt selbst kommentieren geschrieben am: 06.02.2004 von Paul Niemeyer

von Ruth Gilg-Ludwig

"Gabi glaubte nicht an Fortschritt. Sie glaubte nur an Konsum, Verkauf und Liebe." damit ist alles gesagt zur Protagonistin in "Von Nudeln und Nächten".

Gabi ist Nudelverkäuferin, nicht weniger, leider auch nicht mehr - - "Kunst des Verkäufers ist zu verkaufen, was da ist", "Es war schon neun Uhr fünfzehn, und Gabi hatte noch kein Kilo verkauft. Das hielt sie nicht aus", "Es gab Begriffe im Leben, die sagten Gabi gar nichts. Fraternité in Bezug auf Gnocchi war zum Beispiel so etwas". Auch den "Menschen Gabi" will uns die Autorin Ruth Gilg-Ludwig vorspielen, z. B. mit "Sie [Gabi] gehörte zur falschen Sorte Frau: sie liebte und glaubte an Unschuld - ganz falsch - seit Adam und Eva war es anders".

Die seltsamen Namen jener Männer, die um die Sympathie Gabis buhlen, Montezuma, Vittorio und Claude Marquart erschwerten mir die Lektüre; mein erster Verdacht: das Ganze spielt in Italien; mein zweiter Verdacht: Gilg-Ludwig versucht mit exotisch klingenden Namen ihre Gestalten, die voneinander kaum zu unterscheiden sind, aufzupeppen.

Tiefpunkt des Buches: der unausgesprochene Antrag Gabis Chefs Marquart bei gewollt romantischer Nachtszene.

Mein Fazit: kann ich nicht ziehen, ich verstehe nicht, worum es in diesem Buch geht. Etwa um eine 25jährige Verkäuferin, die um ihre Tochter besorgt ist, auf Arbeit alles gibt, und den Sprung in die Ehe ("Ich bin Handel und Stoffwechsel in allen Dingen gewöhnt. Ehestand ist stagnierend") abwartet, bis "der Richtige" kommt? Wen interessiert das? Jedenfalls werde ich die Fortsetzung zu dieser Erzählung, "Tweed, Taffetas, Kleidertrouble", nicht lesen.


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