| Gesamtwertung: ![]() ![]() ![]() 1 Bewertung 200 mal gelesen |
Rhiannon ist eine ägyptische Prinzessin, von ihrem Vater, einem Pharao verstoßen und aufgewachsen als Priesterin der Isis, bevor sie zu einer unsterblichen Vampirin wurde. Einst machte sie den Ritter und Edelmann Roland de Courtemanche zu ihres gleichen. Trotz ihres ungebrochenen Stolzes verliebt sie sich in ihn, doch er weist sie zurück, fürchtet das Böse, das auszubrechen droht, wenn er sich ihrer Liebe hingibt. Doch jetzt kehrt Rhiannon zurück zu seinem Schloss im Loiretal, denn Rolands Schützling Jamey wird von den Agenten der DPI bedroht, die hoffen durch den Jungen an die Vampire heranzukommen. Der gefährliche Vampirjäger Lucien bringt den Jungen schließlich in seine Gewalt. Seine Forderung lautet: Rhiannon. Denn mit ihrer Hilfe will er selbst zum unsterblichen Blutsauger werden – um sie ein für allemal zu vernichten … Maggie Shayne schreibt Romancy in Reinkultur und „Erinnerungen der Nacht“ reitet perfekt auf der Twilight-Welle mit. Auch Shaynes Protagonisten sind überirdisch in ihren Fähigkeiten und gehören ausnahmslos zu den attraktivsten Vertretern beiderlei Geschlechts. Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist die Liebe zwischen Roland und Rhiannon, die bei beiden vorhanden ist, die sich aber keiner eingestehen will. Der Konflikt mit Lucien und der Schutz von Jamey sind dabei nur schmückendes, aber nichtsdestotrotz wichtiges, Beiwerk. Dabei setzt die Autorin die Action wohldosiert ein, Priorität setzt sie auf die Beziehungen ihrer Charaktere. Ein wenig ermüdend ist dabei das ausgeprägte Selbstmitleid von Roland und die Zickigkeit von Rhiannon. Die Liebesbekundungen sind für einen Roman dieses Genres ja obligat und in ihrem Rahmen auch erträglich. Dennoch ist es offensichtlich, dass hier in erster Linie Frauen als Leserinnen angesprochen werden sollen. Positiv ist jedenfalls zu vermerken, dass dieser Roman, trotzdem er der zweite Teil der Serie ist, auch allein verständlich ist. Der Vampirismus wird in erster Linie dazu genutzt, die Andersartigkeit der Hauptfiguren zu unterstreichen, wobei die Vampire keineswegs unbesiegbare Superwesen, sondern im Grunde sogar sehr verletzlich sind. Der Stil der Autorin ist flüssig und kurzweilig, ohne gehobenen Anspruch, auf schnelle Unterhaltung ausgelegt. Besonders in den erotischen Szenen benutzt Maggie Shayne gerne gängige Klischees: „Der harte Stab seiner Erregung bedrängte ihren Unterleib.“ Besonders viele überraschende Wendungen muss der Leser, respektive die Leserin, jedenfalls nicht über sich ergehen zu lassen, und die Frage, ob sie sich kriegen oder nicht, braucht man sich im Grunde gar nicht zu stellen. Die düstere Schönheit soll Rhiannon darstellen, während der Schwarm Fledermäuse ihre vampirische Natur und die Pyramiden und die Sphinx ihre Herkunft symbolisieren sollen. Die Aufmachung verspricht, was der Inhalt hält. Papier und Satz sind von sehr guter Qualität und machen das Lesen zu einer angenehmen Erfahrung. Fazit: Ideales Lesefutter für spätpubertäre Träumereien. Die Geschichte wird in einem kurzweiligen, minimalistischen Stil erzählt und ist für Fans des Genres keine Fehlinvestition. Weitere Rezensionen finden Sie bei Amazon. | |||||||
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