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Ein junger Farbiger wird brutal ermordet und auf einem Footballfeld an einen Mast gebunden, gefoltert und anschließend in Brand gesetzt. In der darauffolgenden Nacht bricht über die Stadt Bixby ein schwarzer Regen herein, der die Einwohner zu blutgierigen Bestien macht, die über alles und jeden herfallen. Sheriff Trevor Hudson sieht sich plötzlich einem Alptraum gegenüber, als sein Kollege auf dem Revier Amok läuft und von ihm erschossen werden muss. Gemeinsam mit Lisa Walters und deren Mutter Francine, die im Mordfall an dem farbigen Jungen aussagen wollten, muss er sich durch die verregnete Stadt kämpfen, in der Ausnahmezustand herrscht. Trevor will Maureen finden, die Frau, die er liebt, doch die ist bereits selbst zum Opfer des Regens geworden. Eigentlich wollte sie in der Pizzeria ihres Vaters nur aushelfen, doch ihre letzte Lieferung führt ausgerechnet zu Buddy und seinen Freunden Doug und Lou. Dem psychopathischen Buddy gelingt es die außer Kontrolle geratene Maureen zu überwältigen, doch was die Frau in den Fängen der drei jungen Männer erwartet ist die Hölle auf Erden. Und auch für John und Lynn wird der Abend in einem Luxusrestaurant zu einem unerbittlichen Kampf auf Leben und Tod, dabei ahnen sie nicht, dass zu Hause ihre neunjährige Tochter und deren Babysitter Denise ebenfalls in Lebensgefahr schweben … Meinung: 448 Seiten Umfang hat der Roman und gehört damit zu Laymons kürzeren Werken. Im Gegensatz zu seinen anderen Büchern, die häufig in der Ich-Form geschrieben sind, muss der Leser in „Der Regen“ insgesamt vier beziehungsweise fünf Handlungsfäden verfolgen, die sich zum Ende hin zwangsläufig begegnen. Dabei gelingt es Richard Laymon mühelos interessante und authentische Charaktere zu beschreiben, die in ihren Handlungen absolut glaubwürdig sind. Die Story erinnert in ihren Grundzügen an Stephen Kings „Puls“ oder an David Moodys „Im Wahn“, nur das „Der Regen“ bereits aus dem Jahr 1991 stammt und fast zwei Jahrzehnte auf eine deutsche Übersetzung warten musste. Das dies so lange dauerte liegt wohl in erster Linie an der schonungslosen, schockierenden Brutalität, die fast alle Werke des, 2001 verstorbenen, Autors auszeichnen, dessen Bücher in den USA schnell zu Kultromanen avancierten. Ausgehend von einem rassistisch motivierten Mord bricht über die amerikanische Kleinstadt Bixby das Grauen herein. „Der Regen“ ist ein waschechter Horrorroman, der ein übersinnliches Element enthält, nämlich den Regen, der bei den Menschen, die er trifft Wahnsinn auslöst. Mit Buddy und seinen Freunden hat Laymon auch jene triebgesteuerte Psychopathen in die Geschichte integriert, wie man ihnen auch in den Büchern „Die Jagd“ und „Die Insel“ begegnet. Ausdruck und Stil sind handwerklich solide, auch wenn Formulierungen, wie „ein Cola“ oder „ein Pepsi“ eher befremdlich klingen, aber nicht grundlegend falsch ist und an der Übersetzung liegt. Trotz seines Unterhaltungswertes ist „Der Regen“ kein Buch für schwache Nerven und selbst die Protagonisten sind nicht vor Schaden gefeit, was eine brutale Vergewaltigung der weiblichen Heldin zeigt. Hier überschreitet der Autor Grenzen und beschreibt auf drastische Art und Weise zu was Menschen fähig sind. Richard Laymon zieht wieder alle Register des modernen, harten Horrors. Die Aufmachung des Heyne-Verlags ist einmal mehr beispiellos und hätte den Titel nicht besser unterstreichen können. Das Coverartwork gleicht dem, der anderen Werke des Autors, auch wenn „Der Regen“ nicht unter dem Label „Heyne Hardcore“ erschienen ist. Fazit: Ein knallharter Horror-Thriller für regnerische Nächte. Ein gewalttätiges Schreckensszenario mit enormem Tempo. Weitere Rezensionen finden Sie bei Amazon. | |||||||
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