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Mit seinem neuen Mafia-Thriller hat Claudio M. Mancini wieder einen Roman gelandet, der an Spannung kaum zu überbieten ist. Die Figuren und Charaktere sind mit einer feinen feder gezeichnet, und die Handlungsorte plastisch und mit hoher atmosphärischer Dichte beschrieben. Gerade hat sich Schriftsteller Roberto Cardone, der in Bologna in einer kleinen Altstadtwohnung lebt, in die rassige Rosanna verliebt, als er, noch völlig euphorisch, von einer grausamen Nachricht überrascht wird. Die Fernsehanstalten des Landes strahlen in den Abendsendungen den barbarischen Mord an seinem Bruder aus, der als Videokassette der Presse zugespielt worden war. Von Geldwäsche und Mafia ist die Rede. Die Mutmaßungen über das Opfer Enrico Cardone werden von den Medien gnadenlos ausgeschlachtet. Roberto versucht, die Hintergründe dieser Bluttat aufzuhellen und gerät in einen Strudel dubioser Vorgänge. Als Roberto ein riesiges Vermögen erbt, ist selbst dem leichtgläubigen und weltfremd wirkenden Poeten schnell klar, dass mit der Hinterlassenschaft seines Bruders etwas nicht stimmen kann und beängstigende Fragen aufwirft. Doch die Polizei scheint kein Interesse daran zu haben, den Fall an die große Glocke zu hängen. Im Gegenteil, sie mauert. Als Cardone sein Erbe antreten will, beginnt hinter seinem Rücken ein atemberaubender Wettlauf nach den Millionen. Der Leser wird mit der Tatsache konfrontiert, dass rund ein Sechstel der weltweiten Bankguthaben in Steueroasen deponiert ist. Nach und nach begreift der Leser das Ausmaß der gigantischen Geldströme, die im Zusammenspiel mit Regierungen und hohen Beamten in Steueroasen verschwinden und gewaschen werden. Mitten im Geschehen -, der Waffenlobbyist Don Romano Grasso. Auch wenn sich allmählich die Schlinge um den Hals des scheinbar integeren Geschäftsmannes Grasso, wie auch um den des ahnungslosen Protagonisten Cardone legt, wird man das Gefühl nicht los, wie ein Beteiligter das aktuelle Geldwäschegeschäft heutiger Wirtschaftskrimineller zu stecken. Mala Vita ist ein dramatisches Buch über die heutige Wirtschaftskriminalität der Mafia, das, gerade weil sich die tagespolitische Authentizität überall aufdrängt. Es ist nicht nur einfach „Unterhaltung“ der Plot empört, macht wütend und lässt trotzdem jeden Leser keine ruhige Minute. Der Roman bietet Spannung pur, von der ersten bis zur letzten Seite. Ich nenne ihn auch einen Anschlag auf die sogenannte vermögende Kaste. Mancini hat den geldgeilen Zeitgeist in beschämender Weise entlarvt. Stil und Dramaturgie „MALA VITA“ zu einer besonderen Lektüre. Er hat mich in jeder Hinsicht überzeugt! Weitere Rezensionen finden Sie bei Amazon. | |||||||
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