Titel: Der norwegische Gast
Autor: Holt, Anne
Verlag: Piper
Jahr: 2008
ISBN: 3492046932
Genre: Krimi


Gesamtwertung:

2 Bewertungen
494 mal gelesen
Der norwegische Gast
Holt, Anne12.02.2009
rezensiert von: Sandra SchmidtWertung: 4 Sterne

Die Autorin: Anne Holt, geboren 1958 in Larvik, wuchs in Norwegen und den USA auf. Als freie Autorin lebt sie heute mit ihrer Familie in Oslo. Ihre Kriminalromane werden in zahlreiche Sprachen übersetzt und machen sie zu einer der erfolgreichsten skandinavischen Autorinnen weltweit. Zuletzt erschien von ihr "Was niemals geschah" und "Die Präsidentin".

Der Klappentext: Seit Stunden wütet in dem unzugänglichen norwegischen Bergdorf Finse ein Schneesturm.Der einzige Zug dorthin ist in eine Schneewehe entgleist, die Passagiere, unter denen auch die ehemalige Kommissarin Hanne Wilhelmsen ist, finden Zuflucht im nahen Hotel. Die Reisenden machen sich miteinander bekannt, und bald drehen sich die Gespräche vor allem um eines: Was haben die Wachen vor den Türen des Hotels zu bedeuten? Wen sollen sie schützen? Die königliche Familie, einen ausländischen Terroristen? Während die Vermutungen ins Kraut schießen, geschieht ein brutaler Mord, ein Mitreisender Pastor, der durch seine Fernsehauftritte große Bekanntheit genießt, liegt tot im Schnee vor dem Haus. Panik macht sich unter den Eingeschlossenen breit, und als Hanne Wilhelmsen glaubt, einen Zeugen gefunden zu haben, wird er auch ermordet.

Meine Meinung: Anne Holt hat einen sehr guten und spannenden Roman geschrieben, in dem von Anfang an die Spannung aufgebaut wird. Eine Behinderte ehemalige Polizeikommisarin greift nicht in das üblich Klischee, alle sind gesund und srotzen vor Schönheit, finde ich sehr gut, und einfallsreich.Ein gelungener Kriminalroman, der sogar das Thema Terrorismus aufgreift.

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1     Bewertung: 1 Sterne
Hanne Wilhelmsen, in ihrem ersten Leben Kriminalkommissarin in Oslo nach ihrem letzten Einsatz vor ein paar Jahren durch zwei Schüsse leider querschnittsgelähmt, befindet sich auf dem Weg zu einem Spezialisten der ihr Hilfe und Erleichterung für die ihr so unerträglichen Gebrechen verschaffen soll.

Sie befindet sich in der norwegischen Bergbahn von Oslo aus, als nahe des Bergdorfes Finse der Zug entgleist und der Lokführer tödlich verunglückt. Aufgrund eines noch nie dagewesenen Schneesturmes in dieser Region gehen die Bergungsarbeiten nur mühsam voran. Aber alle Passagiere werden geborgen, und nur die wenigsten haben mit schlimmen Verletzungen wie Frakturen und Gehirnerschütterungen zu kämpfen.

Hanne findet wie 196 ihrer Leidensgenossen in einem nahe gelegenen Berghotel Zuflucht.Und dort sitzen sie alle eine Zeitlang fest, da ein Ende des Schneesturmes nicht zu erkennen ist.

Nachdem der erste Schock, die Trauer und Wut einigermaßen in den Hintergrund gerückt sind, fallen Spekulationen auf fruchtbaren Boden. Warum wurde an den Zug ein zusätzlicher Waggon gehängt, der zudem in Oslo streng bewacht wurde? Und wo befinden sich die Passagiere aus diesem Teil des Zuges?

Als dann am nächsten Morgen der mitgereisten und äusserst bekannten "Fußball"-Pastors vor der Tür des Hotels mit einem Einschussloch im Kopf gefunden wird, bittet Geir Rugholmen, Ersthelfer aus dem Ort, Hanne um Hilfe.

Doch Hanne ist kein umgänglicher Mensch, sie hat sich seit ihrer Berufsunfähigkeit immer weiter von den Menschen entfernt. Und deshalb beginnt sie eher mißmutig damit, die Ermittlungen aufzunehmen.

Fazit: Obwohl eine gewisse Ähnlichkeit mit Agatha Christies Kriminalromanen besteht, versteht es Anne Holt leider nicht den Leser ebenso zu fesseln. Vielleicht liegt es an der bärbeissigen und äußerst unfreundlichen Protagonistin, oder an den vielen Vermutungen deren sich die Autorin ständig bedient . Andauernd läßt sie ihre Hauptfigur grübeln mit den Worten ."..hätte ich gewusst, dass....dann vielleicht".

Das ist auf die Dauer leider langweilig. Auch ihre Aufklärung kommt so plötzlich, das man das Gefühl hat wichtige Seiten überlesen zu haben, dabei möchte der Leser doch oft selbst den Fall lösen.

Interessant fand ich wiederum die an die Kapitelanfänge gestellten Begriffsdefinitionen von Wind bis Schneesturm, allein deshalb, weil ich selbst mal eine Zeitlang in einer Notunterkunft aufgrund eines Blizzards wohnen musste .
geschrieben von: anyways23.09.2009


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