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Nepper, Schlepper, Zuschussverlage

Die Süddeutsche Zeitung berichtet heute in einem hochinteressanten Artikel über die teilweise dubiosen Vorgehensweisen der so genannten Zuschussverlage.

Zuschussverlage sind im Gegensatz zum üblichen Verlagsmodell Verlage, die Autoren nur bei finanzieller Eigenbeteiligung publizieren. Oft werden dabei zweifelhafte Methoden angewandt, um den Autor von der Lukrativität des Angebots zu überzeugen, teilweise mit überzogenen Gewinnaussichten.

Beispielsweise zitiert die Süddeutsche hierbei den August-von-Goethe-Verlag, aber das Modell wird auch von anderen Anbietern auf Buchmessen und im Internet angepriesen.

Problematisch, so die Süddeutsche, ist dabei, dass die Autoren trotz einem nicht vermarktbaren Titel vorgegaukelt wird, dass mit Eigenbeteiligung in Form von Druckkostenzuschuss und Werbemitteln das von ihnen verfasste Buch eine greifbare Chance auf dem Literaturmarkt bekommt – meist mit finanziellen Nachteilen für den Autor, der im Anschluss zwar sein Buch gedruckt sieht, jedoch auf diesen Exemplaren für gewöhnlich sitzen bleibt. Dabei sind die gedruckten Versionen noch nicht einmal volles Eigentum des Autors.

Die Süddeutsche nennt zudem in ihrem sehr lesenwerten Artikel weitere Verlage, die auf ähnlichen Geschäftsmodellen beruhen. Rechtlich ist dem System nicht beizukommen, deshalb seien Jungautoren gewarnt, Verlagsangebote ganz genau auf Herz und Nieren zu prüfen und sich nicht täuschen zu lassen von vermeintlichen Gütesiegeln.

Buchrezensionen.info ist sich schon länger der Machenschaften solcher Verlage bewusst und versucht daher ganz bewusst, Rezensionen zu Büchern, die aus solchen Zuschussverlagen kommen, nicht zu veröffentlichen, außer, wenn die Unabhängigkeit des Rezensenten deutlich wird. Für weitere Informationen hierzu kontaktieren Sie bitte kontakt@buchvergleich.de

Sir Walter Scott-Literaturpreis 2010

Verlage, Autorinnen und Autoren reichten insgesamt 162 historische Romane ein

„Ich bin überwältigt von der Resonanz, die unser Preis gefunden hat. Insgesamt 162 Einreichungen bedeutet eine nochmals deutliche Steigerung gegenüber den 81 Romanen, die sich 2008 um den Sir Walter Scott-Literaturpreis beworben hatten. Nun lastet eine große Verantwortung auf unserer Jury.“
Dr. Frank Stefan Becker, Organisator des SWS-Literaturpreises

Noch im Jahr 2006, Taufjahr des SWS-Literaturpreises, lasen sich die Juroren durch rund 50 historische Romane. Damals hießen die Preisträger Markus Orths, Rebecca Gablé und Peter Prange. Zwei Jahre später, im Jahr 2008 konnte ein leichter Anstieg der Einsendungen vermerkt werden. Aus rund 81 Einsendungen kürten die Juroren Andreas Izquierdo, Wolfgang Mock und Titus Müller.

Es ist nun die Aufgabe der Jurorinnen und Juroren aus den vorliegenden Romanen die drei schillerndesten Perlen zu fischen. Jene Romane, die fiktiv und trotzdem „wahr“ sind. Gut recherchiert, originell, informativ und sprachlich anspruchsvoll einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Eines ist schon jetzt sicher: Die Jury hat viele schlaflose Nächte vor sich. Das Ergebnis wird am 12. November 2010 in Karlsruhe/Durlach auf der alljährlichen Historica des Autorenkreises verkündet.

Christine Kerler, Journalistin und Autorin
Rita Kohn Dell‘Agnese, Journalistin und Redakteurin der Histo-Couch
Andreas Malessa, Hörfunk- und Fernsehjournalist, Buchautor und Theologe
Professor Dr. Wolfgang Wiesmüller, Institut für Germanistik an der Universität Innsbruck

Quelle: Autorenkreis Historischer Roman Quo Vadis

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