Die Süddeutsche Zeitung berichtet heute in einem hochinteressanten Artikel über die teilweise dubiosen Vorgehensweisen der so genannten Zuschussverlage.
Zuschussverlage sind im Gegensatz zum üblichen Verlagsmodell Verlage, die Autoren nur bei finanzieller Eigenbeteiligung publizieren. Oft werden dabei zweifelhafte Methoden angewandt, um den Autor von der Lukrativität des Angebots zu überzeugen, teilweise mit überzogenen Gewinnaussichten.
Beispielsweise zitiert die Süddeutsche hierbei den August-von-Goethe-Verlag, aber das Modell wird auch von anderen Anbietern auf Buchmessen und im Internet angepriesen.
Problematisch, so die Süddeutsche, ist dabei, dass die Autoren trotz einem nicht vermarktbaren Titel vorgegaukelt wird, dass mit Eigenbeteiligung in Form von Druckkostenzuschuss und Werbemitteln das von ihnen verfasste Buch eine greifbare Chance auf dem Literaturmarkt bekommt – meist mit finanziellen Nachteilen für den Autor, der im Anschluss zwar sein Buch gedruckt sieht, jedoch auf diesen Exemplaren für gewöhnlich sitzen bleibt. Dabei sind die gedruckten Versionen noch nicht einmal volles Eigentum des Autors.
Die Süddeutsche nennt zudem in ihrem sehr lesenwerten Artikel weitere Verlage, die auf ähnlichen Geschäftsmodellen beruhen. Rechtlich ist dem System nicht beizukommen, deshalb seien Jungautoren gewarnt, Verlagsangebote ganz genau auf Herz und Nieren zu prüfen und sich nicht täuschen zu lassen von vermeintlichen Gütesiegeln.
Buchrezensionen.info ist sich schon länger der Machenschaften solcher Verlage bewusst und versucht daher ganz bewusst, Rezensionen zu Büchern, die aus solchen Zuschussverlagen kommen, nicht zu veröffentlichen, außer, wenn die Unabhängigkeit des Rezensenten deutlich wird. Für weitere Informationen hierzu kontaktieren Sie bitte kontakt@buchvergleich.de