Heinrich Heine, einer der klassischen Dichter des Deutschunterrichts, wird nun, knapp 150 Jahre nach seinem Tod mit einer Marmorbüste in der berühmten Walhalla als einer der großen deutschen Dichter geehrt. Die Enthüllung der 130. Marmorbüste, so kündigt die bayerische Staatskanzlei an, wird am 28. Juli stattfinden. Die Walhalla ist bayerisches Staatseigentum.
Der Düsseldorfer Heine-Freundeskreis wertet die Ehrung als “ein Akt der Wiedergutmachung für das sein, was dem großen deutsch-jüdischen Dichter in der Vergangenheit – und noch weit in die Gegenwart hinein – angetan wurde.” Die Aufstellung einer Büste für Heine war lange Zeit kontrovers diskutiert worden, und erst das Einschreiten einflussreicher Unterstützer habe das gewünschte Ergebnis geliefert.
Der Ruhmesbau der Walhalla befindet sich in Donaustauf und überblickt die Donau. Seit 1842 beinhaltet der an einen griechischen Tempel erinnernde Bau Büsten und Gedenktafeln wichtiger deutscher Persönlichkeiten, unter anderem von Kaisern, Königen und Herzogen, aber auch von Humanisten, Kulturschaffenden, Künstlern und Ingenieuren. Weitere Dichter, die neben Heine in der Walhalla geehrt werden, sind zum Beispiel Wolfram von Eschenbach, Gotthold Ephraim Lessing, Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller.
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