Verlage könnten ohne sie nicht überleben: Bestseller. Doch was genau macht eigentlich einen Bestseller aus? Gibt es eine bestimmte Anzahl Bücher, die verkauft werden muss, damit ein Buch zum Bestseller wird, oder werden die verkauften Bücher gegeneinander gewichtet, und das mit den höchsten Verkaufszahlen gewinnt? Und wer ermittelt eigentlich die wöchentlichen Bestseller, die von Spiegel und Co. veröffentlicht werden?
Der Südkurier ist all diesen Fragen auf den Grund gegangen und hat herausgefunden, was sich hinter dem Begriff “Bestseller” versteckt. So sind es verschiedene Instanzen, die Woche für Woche elektronisch über tatsächliche Verkaufszahlen aus Buchhandlungen und Online-Händlern wie Amazon ermitteln, wer der Verkaufsspitzenreiter der Woche ist.
Bestseller sind für die Verlage enorm wichtig. In der immer weiter wachsenden Flut von Daten und Informationen ist es schwierig geworden, als Verbraucher den Überblick zu behalten. Oftmals hilft dann der Blick auf die Bestsellerliste als erste Instanz: Wenn andere das Buch kaufen und lesen, kann dies nicht schlecht sein. Viele Bücher werden dann zum Selbstläufer, denn wer es in die Bestsellerliste geschafft hat, der ist in den Köpfen der Kunden präsent und wird gekauft.
Erhoben werden Bestsellerlisten unter anderem von der Fachzeitschrift Buchreport und Media Control, wobei es mitunter vorkommen kann, dass es Bücher auf die eine Liste schaffen, aber dafür nicht auf die andere. Dies hat mit verschiedenen Erhebungszeiträumen, Gewichtungen, Kategorisierungen usw. zu tun, kann aber für den Verbraucher sehr verwirrend werden.
Wenn ich ein neues Buch suche, dann habe ich auch immer einen Blick auf die Bestsellerliste, doch oftmals scheint es mir so, dass vor allem solche Bücher ganz oben stehen, die den größten gemeinsamen Nenner haben. Das bedeutet, dass diese Bücher oft eher leichte Unterhaltung ohne viel Tiefgang sind. Glücklicherweise kann man zusätzlich auch noch Buchbesprechungen in den Medien zu Rate ziehen, doch was am hilfreichesten ist, ist für gewöhnlich der Tipp von Bekannten, denn die können meine Erwartungen an Bücher immer noch am besten einschätzen.